Mont-Saint-Michel und Saint-Malo. Diese zwei Orte hatten es mir schon im Vorfeld der Reise angetan. Sie waren für mich die Höhepunkte, obwohl wir noch an vielen anderen, wunderschönen Orten verweilten. Besonders der Klosterberg in der Normandie mit der Benediktiner-Abtei zuoberst faszinierte mich – er wird nicht von ungefähr das «Wunder des Abendlandes» genannt. Seit 1979 gehört er zum UNESCO-Weltkulturerbe und zieht jährlich rund drei Millionen Besucher an. Gut, waren wir in der Nebensaison und am Vormittag auf der Insel. Wir kamen auch so kaum vorwärts in den engen, steilen Gassen. Nicht auszudenken, wie es im Sommer dort zu- und hergeht.
Auch Saint-Malo begeisterte uns angesichts der traumhaft schönen Landschaft. Es war Ebbe, von der Festungsmauer aus sah man den Sandstrand. Bei Flut steht das Wasser etwa zehneinhalb Meter höher und schlägt an die Stadtmauer. Für uns Bergler fast undenkbar!
Aber auch die Alabasterküste, bekannt für ihre schroff abfallenden Kreidefelsen und grossartigen Naturbrücken, zog uns in ihren Bann. Wir verweilten bei den Klippen von Etretat – mit einer Höhe von 60 bis 84 Metern äusserst eindrücklich!
Natürlich besichtigten wir ebenfalls schöne, mittelalterliche Städte und wunderbare Kirchen, meist unter kundiger Führung von Reiseleiterinnen. Rouen zum Beispiel wird «die Stadt der 100 Kirchtürme und 1000 Fachwerkhäuser» genannt. Sie liegt an der Seine und ist die Hauptstadt der Normandie. Unser Hotel lag in der Altstadt gleich neben der prachtvollen, gotischen Kathedrale Notre Dame. Wunderschön!
Sehr interessant waren auch Führungen durch Honfleur, Caen und Dinan oder im Seine-Tal mit vielen historischen Baudenkmälern. Eine Bootsfahrt auf dem Fluss Rance war zudem ausgesprochen entschleunigend.
Sicher und gekonnt chauffierte Beat Anderegg von Tödi Reisen unsere gut harmonierende, 25-köpfige Gruppe. Wir fuhren an den neun Tagen insgesamt rund 3000 Kilometer. Heidi Lütschg Bernet sorgte wieder für einen exzellenten Bordservice und eine gute Stimmung. Und im Gegensatz zur Irland-Reise vor einem Jahr hatten wir diesmal meist sonniges Wetter – mit einigen wenigen Regentropfen zwischendurch. Die Bewirtschafter der trockenen Wiesen und Äcker hätten sich aber sicher über richtigen Regen gefreut.
So waren wir uns zum Schluss einig: Es war eine gute, schöne Reise. Sie wird weitergehen – nächstes Jahr nach Schottland!




















