Kolumne: Gigantisch

Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest ist in aller Munde. Nicht nur im Glarnerland – es ist auch beliebtes Thema in nationalen Medien. Dabei wartet es mit gigantischen Zahlen auf.



Auch die nationalen Medien berichten laufend über die ESAF-Vorbereitungen in Mollis. (Bilder: mb)
Auch die nationalen Medien berichten laufend über die ESAF-Vorbereitungen in Mollis. (Bilder: mb)

«Tonnenweise Sägemehl, literweise Schnaps und Tausende Helfer», titelt zum Beispiel «Blick online» am 23. August. Und in der Bildlegende heisst es: «Ganzer Kanton passt rein: ESAF baut die grösste mobile Arena der Welt.» Es ist tatsächlich gigantisch, welch grossen Anlass der kleine Kanton Glarus stemmt. Einige Zahlen gefällig?
274 Schwinger werden auf dem Flugplatz Mollis in 37 Tonnen Sägemehl gegeneinander antreten. Die Arena bietet 56 500 Sitzplätze und ist laut Blick nicht nur die grösste temporäre Tribünenanlage der Schweiz, sondern der ganzen Welt.
Der luxuriöse Gabentempel umfasst mehrere Hundert Preise und ist eine Million Franken wert.
Erwartet werden 350 000 Besucherinnen und Besucher. Für sie stehen 40 Verpflegungsstände und 696 Toiletten bereit. Erfahrungsgemäss werden rund 450 000 Würste, vier Tonnen Ruchbrot, 265 000 Liter Bier, 24 000 Liter Wein, 5400 Liter Schnaps und 125 000 Portionen Kaffee über die Theke gehen.
Rund 9000 Helferinnen und Helfer stehen während der drei Festtage im Einsatz. Im OK setzen sich 190 Mitglieder für das ESAF ein, rund 84 Prozent davon ehrenamtlich. Auch die Schweizer Armee und der Zivilschutz leisten tatkräftige Unterstützung.
Das ganze Festareal ist 335 000 Quadratmeter gross. Dies entspricht etwa 47 Fussballfeldern.
Gigantisch also! Aber alles wird noch überstrahlt von Muni Max. Er ist das inoffizielle Wahrzeichen des ESAF, Medienstar und schon vor dem Fest Publikumsmagnet. Auch seine Zahlen sind äusserst beeindruckend: 20 Meter hoch, 30 Meter lang und 182 Tonnen schwer. Man mutmasst, er könnte der grösste Holzstier der Welt sein. Aktuell sind Bestrebungen im Gang, den riesigen Muni auch nach dem ESAF im Glarnerland zu behalten. Drei Landratsmitglieder haben deswegen gar eine Interpellation eingereicht.
Nun bleibt nur eines: Zu hoffen, dass das Wetter mitspielt und dem gigantischen Anlass Sonnenschein beschert. Man stelle sich die Werbewirkung vor, wenn die Kameras die prachtvolle Natur mit den umliegenden Bergen einfangen und die Bilder in alle Welt schicken. Zu gönnen wäre dies dem Glarnerland und allen, die in irgendeiner Form am legendären ESAF 2025 Glarnerland+ mitgewirkt haben.