Die nationale Verkehrspriorisierung ist aufgrund der finanzpolitischen Herausforderungen der Schweiz nachvollziehbar. Wer glaubt, dass diesbezüglich wesentliche Planungskorrekturen zugunsten des Glarnerlandes politisch zu erreichen sind, sieht der Realität nicht ins Auge. Was heisst das für unser Glarnerland? Die heutigen verkehrstechnischen Rahmenbedingungen und Probleme bleiben trotz vielen künftigen Bemühungen mehrheitlich bestehen. Wirtschaft, Tourismus und Bevölkerung in den 3 Gemeinden werden weiterhin leiden. Insbesondere Glarus Süd lässt grüssen.
Diese düstere Perspektive muss nicht sein. Der Kanton Glarus sollte jetzt eigenständig handeln. Es ist ein Gebot der Stunde. Partielle Eingriffe sind notwendig, werden aber in der Verkehrsinfrastruktur des Kantons die Problemstellungen alleine nicht lösen können. Die Chance für den Kanton besteht im kompletten, vernetzten, innovativen Umdenken bei der Verkehrsführung. Es braucht ein umfassendes Projekt über das heutige und künftige Verkehrsverhalten der Bevölkerung, der Wirtschaft und dem Tourismus sowie eine umfassende Analyse der Verkehrskapazitäten aller Leistungsträger Bahn, Bus, Individualverkehr sowie der vorhandenen Infrastruktur. Ziel des Projektes müsste sein, konkrete Massnahmen mit Priorisierung und Realisierungsplanung bis min. 2055 zur Verbesserung der Verkehrssituation im Kanton Glarus auszuarbeiten und zeitnah umzusetzen.




