Regierungsrat und Gemeinderäte werden am Sonntag, 8. März, neu besetzt. In Glarus Süd ist nur ein Gemeinderatssitz frei geworden – jener des scheidenden Hansueli Rhyner. Für sechs Sitze im Gemeinderat stellen sich acht Kandidaten, davon fünf bisherige, zur Wahl, das Karussell ist also überschaubar. Die bisherigen Kandidierenden sind die parteilose Gabi Aschwanden, dann von der FDP Rafaela Hug und Stefan Maduz sowie von der SVP Martin Baumgartner und Markus Marti. Neu in den Rat wollen der parteilose Carsten Wonneberger, der aber am Podium nicht dabei war. Weiter treten an die ebenfalls parteilose Marion Wichser aus Engi, die sich für eine lebenswerte Gemeinde einsetzt, die bezahlbaren Wohnraum schaffen möchte und die gegen das Zusammenlegen von Schulstandorten kämpft. Aus den Reihen der Gewerbetreibenden ist für die FDP Marco Menzi aus Mitlödi in den Startlöchern. Er ist dafür, auch das Positive aus dem Gemeinderat in die Bevölkerung zu tragen und setzt sich für eine Stärkung der Dörfer und der Vereine ein. Da Gemeindepräsident Hans-Rudolf Forrer nicht mehr zur Wahl antritt, fand man in Peter Zentner – dem jetzigen Departementsleiter Schule und Familie – einen Kandidaten der FDP, der das Team Gemeinderat wirkungsvoll in die Zukunft führen will.
Neben der Verbesserung der Kommunikation, welche durch die anwesenden Stimmbürger/-innen und durch die Moderatorin eingefordert wurde, gab vor allem die Entwicklung von Glarus Süd Care, also der Alters- und Pflegeheime, Anlass zu Fragen aus dem Publikum. Hier zeigten sich die zuständige Gemeinderätin und der für Finanzen zuständige Gemeinderat wach und bereit, die Probleme im Rahmen ihrer Möglichkeiten anzupacken – da ja Glarus Süd Care eine selbstständige öffentlich-rechtliche Anstalt ist. Das treffende Fazit von Gabi Aschwanden: «Wir müssen die Altersvorsorge zum Projekt der Leute machen.» Auch zu den Schulstandorten wurden eine Reihe von Fragen gestellt und auch hier der Tenor aus dem Gemeinderat: Die Ausgangslage ist nicht schlecht – man hat gepflegte Schulhäuser, wo es Sinn macht, kann ein Zusammenlegen geprüft werden, aber man ist eher gegen Zentralisierung.
Da passt es gut, dass Zentner selber schon die Schule geleitet hat und damit den für die Gemeinde kostenintensivsten Bereich schon gut kennt. Zudem ist er verbunden mit Glarus Süd. Im Gegensatz zu anderen Politikern, die Visionen haben, sieht Zentner seine Rolle darin, die Gemeinde zu einem Ort zu entwickeln, wo die Leute gerne wohnen und Arbeit finden. Dazu gehört es, die Gruppen zusammenzuholen und mit dem Gemeinderat ein Team zu bilden, das die grossen Herausforderungen der südlichsten Glarner Gemeinde anpackt.















