Der Zweckverband Abfallentsorgung Glarnerland organisiert seit 35 Jahren das namensgebende Thema für die Gemeinden des Kantons Glarus. In den Aufgabenbereich fällt hier auch, dass die Entsorgung kostenneutral und verbrauchergerecht abgewickelt wird. Auf dieser Grundlage werden die Gebühren für jedes Jahr festgelegt. Bereits für 2026 wurde hier eine Anpassung nach oben vorgenommen. Die Vorsteherschaft unter Präsident Kurt Hauser sieht für das Jahr 2027 weiteren Handlungsbedarf. «In der kommenden Phase der Sanierung und Erweiterung der Kehrrichtverbrennungsanlage wird der Preis pro Tonnage deutlich erhöht.» Diesen Aufschlag müsse deshalb in die Berechnung der Gebühren mitberücksichtig werden. Bruno Galatti und Fridolin Staub kritisierten von Seiten der Gemeinde Glarus Nord das Vorgehen. Nicht nur, dass es innerhalb eines Jahres die zweite Erhöhung sei, sondern dass sie auch die Projekte der Gemeinde mit Unterflur-Container gefährden könnte. Deshalb beantragten sie die Verschiebung der Erhöhung. Die Gemeinderätinnen Raphaela Hug und Eva-Maria Kreis bedauerten die Erhöhung ebenfalls, sehen die Erhöhung gerade mit Blick auf den kostendeckenden Auftrag als leider notwendig. Mit fünf zu vier Stimmen wurde am Schluss der Diskussion die Erhöhung angenommen. Weiter versicherte Hauser, dass der Verband zusätzlich prüft, wie zum Beispiel auch beim Transport die Kosten gesenkt werden können. So werde ein externes Büro die Kehrichtrouten im ganzen Kantonsgebiet analysieren. Ein sehr positives Beispiel für eine erfolgreiche Kostenreduktion konnte Hauser zum Schluss der Versammlung präsentieren. So kann der Transport des Weissbleches neu zusammen mit dem Altglas vorgenommen werden. Die Einsparungen seien hier erheblich.





