Es war Sache der organisierenden Vilma und Daniel Zbinden, alle gleichermassen herzlich zu begrüssen und – wieder einmal – darauf hinzuweisen, dass dieser Anlass restlos ausverkauft sei, dass sich der Kreis der Musikfreunde mittlerweile bis in die March und den Grossraum Zürich erstrecke und dass ganz viele das Realisieren der jeweiligen Matinee bereitwillig und grosszügig mittragen.
Eingeladen war der Geiger Sergey Malov aus St. Petersburg, ein vielseitiger, absolut virtuoser Künstler, der sich Ungewohntem widmet und über ein Ausgestaltungsvermögen verfügt, das von einer riesigen Vielseitigkeit, immensem, spieltechnischem Reichtum und vollendeter Hingabe zum jeweiligen Werk geprägt ist. Malov ruft Momente wach, die Sehnen, rasante Tempi, Wirbliges, Mehrstimmigkeiten, Stille, überschäumende Fröhlichkeit, Aufwecken, Mitreissendes, Neckisches, absolut Liebliches und Verspieltes in sich bergen, die in einer dichten Fülle aufklingen.
Beim Mitfolgen hat man zuweilen das Gefühl, dass alles so spielerisch, beinahe schwerelos sei. Man ist in diese Fülle eingebunden und lässt sich begeistert mittragen, bewundert die ausgereifte Spielkunst und fragt sich zuweilen, wie diese Fülle an Einzigartigkeiten überhaupt möglich sei.
Malov musiziert mit riesiger Eleganz, mit hohem Einfühlungsvermögen, enorm kunstvoll und in attraktiven Wechseln. Kurz äusserte er sich zur jeweiligen Komposition, sprach zum Instrument, erwähnte Suiten, Bach, Boccherini, Haydn, Paganini und vermochte weite, attraktive Bogen zu spannen, zauberte Mitreissendes hin und weckte mannigfaltige Gefühle bis hin zum anerkennenden, verdienten Bewundern. Es waren wahre Feuerwerke, die aufklangen.
Man staunte, bewunderte, liess sich noch so gerne begeistern, im Wissen, dass derartige Einzigartigkeiten Seltenheitswert haben, wahre Geschenke sind, dies beispielsweise beim Anhören der Suite für Violoncello solo von J. S. Bach (1685–17150); den zwei Capriccio für Violoncello solo von Evaristo Felice Dall`Abaco (1675–1742); einem Capriccio von Alfredo Piatti (1822–1901) oder Capricci für Violine solo von Nicolo`Paganini (1782–1840) und anderen wertvollen, inhaltsreichen Interpretationen.
Dieses Begegnen war gleichzeitig der letzte von vier Anlässen im Rahmen der diesjährigen Matineen. Man freut sich aufs inhaltsstarke Weiterführen – äussert damit einen vielleicht leicht vermessenen Wunsch.









