Konzessionserneuerung Kraftwerk Linth-Limmern AG

An der heutigen Sitzung behandelte der Regierungsrat das Projekt Linthal 2015. Er unterbreitet dem Landrat im Rahmen dieses Projektes die Konzessionserneuerung für das Kraftwerk Linth-Limmern AG zur Genehmigung.



Konzessionserneuerung Kraftwerk Linth-Limmern AG

Die Konzession für die Ausnützung der Wasserkräfte im Quellengebiet der Linth und der Sernf sollen für die Dauer von 80 Jahren bis längstens November 2096 erteilt werden. Beginn der Konzession wäre der Tag der Inbetriebsetzung des neuen Speicherkraftwerkes Limmern-Muttsee.

Grundzüge der neuen Konzession

Eine Neukonzessionierung mit dieser Laufzeit sei nötig, damit die Investitionen von rund einer Milliarde amortisiert werden können. Dabei soll die laufenden Konzessionen Linth und Sernf gleichzeitig aufgehoben werden. Mit einer vom Landsrat zu genehmigenden Vereinbarung verzichte der Kanton Glarus auf die Geltendmachung des in den Konzessionen von 1957 und 1964 festgehaltenen Rechtes zum Heimfall der Anlagen der KLL. Die Abgeltung für diesen Verzicht betrage 123 Millionen Franken, die Konzessionsgebühr gemäss Energiegesetz betrage rund 52 Millionen Franken. Keinen Bestandteil der Konzessionierung bilde der Anschluss an das Hochspannungsnetz und die Zonenplanänderung.

Schaffung eines Fonds

Vorgesehen sei, dass ein Teil der Konzessionsgebühren im Sinne einer Absichtserklärung in einen Fonds zur Förderung nachhaltiger ökologischer Massnahmen, wie zum Bespiel für die Verbesserung der Energieeffizienz, der Förderung erneuerbarer Energieträger, Landschafts- und Gewässerschutz und auch zur Förderung der Region eingelegt werden. Der Natur soll mit diesem Projekt auch wieder etwas zurückgegeben werden. Dazu sei im neuen Wasserrechtsgesetz, welches der Landsgemeinde 2008 vorgelegt werde, eine gesetzliche Grundlage zu schaffen.

Bedeutung für den Kanton

Das Projekt Linthal 2015 sei für den Kanton Glarus von zentraler Bedeutung, fallen doch rund 52 Millionen Franken als Gebühren für die Konzessionserneuerung und rund 120 Millionen Franken für die Heimfallverzichtsabgeltung an. Die KLL werde rund 1 Milliarde Franken in dieses Projekt investieren, davon würden etwa 400 Millionen Franken auf Bauaufträge entfallen. Während der rund fünfjährigen Bauzeit würden bis 400 Personen an diesem Projekt beschäftigt sein. Das Glarner Gewerbe wie auch viele nach- und vorgelagerte Betriebe würden von diesem riesigen Investitionsvolumen profitieren. In die Wasserkraft werde zurzeit im Glarnerland stark investiert. SN-Energie erneuert ihre Anlagen in Schwanden für 25 Millionen Franken, KLL erstellt NESTIL für rund 100 Millionen Franken und erneuert die Anlagen für weitere 70 Millionen Franken.

Das Projekt sei von gesamtschweizerischer Bedeutung und bringe dem Kanton ins Zentrum der schweizerischen Energieversorgung. Für den Kanton, insbesondere aber für das Hinterland, bedeute Linthal 2015 eine grosse Chance, welche es unbedingt zu nutzen gilt.