Konzessionserteilung für die Ausnützung der Wasserkraft des unteren Mühlebachs in Engi

Der Regierungsrat beantragt dem Landrat, der Konzession die Ausnützung der Wasserkraft des unteren Mühlebachs unterhalb der Kote 809,50 Meter über Meer bis zum Ausgleichsbecken im Sernf in Engi-Vorderdorf zuzustimmen



Ausgangslage

Das Kraftwerk Mühlebach nützt bisher die Wasserkraft des Mühlebachs bis auf eine Höhe von 811 Meter über Meer gestützt auf die Konzession vom 11. November 1998 mit einer Konzessionsdauer bis zum 17. März 2089. Die KWM Kraftwerk Mühlebach AG mit Sitz in Glarus Süd reichte 2010 ein Gesuch für die Nutzung der Wasserkraft des Mühlebachs unterhalb der neuen Kraftwerkzentrale bei der Weberei Sernftal ein. Die geplante Wasserkraftnutzung liegt auf der gleichen Strecke wie das frühere Kraftwerk der ehemaligen Sernftalbahn, das zwischen 1905 und 1965 betrieben wurde.

Eckpunkte der Konzession

Das Wasser des Kraftwerks Mühlebach und dasjenige des Kraftwerks Weseta sollen vor der Rückgabe in den Mühlebach gefasst und in einer Druckleitung zum Ausgleichsbecken der SN Energie AG in Engi geleitet werden, wo auch die Zentrale zu stehen kommen wird. Mit der neuen Stufe wird eine totale Leistung von 4,1 Megawatt erreicht. Das Projekt benötigt eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP).

Die Konzession der SN Energie AG für das Kraftwerk Sernf-Niederenbach endet am 20. August 2051. Zu diesem steht das geplante Kraftwerk in einem engen Verhältnis. Daher ist eine gleich lange Konzessionsdauer vorgesehen, damit beide Konzessionen koordiniert erneuert werden könnten.

Die nun in der Konzession enthaltende Heimfallregelung lehnt sich an jene der Konzessionen Doppelpower, Brummbach, Rufi und Cotlan an. Die Heimfallverzichtsabgeltung wäre unter Berücksichtigung der üblichen Konzessionsdauer von 80 Jahren nur anteilmässig im Umfang von 22 Prozent (35/80 = 0,44 und davon die Hälfte) auszuzahlen.

Abgelehnt wird hingegen die Aufnahme einer automatischen Erneuerung der Konzession nach deren Ablauf. Darüber soll der dannzumalige Landrat entscheiden.