Koordinierte Verkehrskontrolle vom 8. Mai 2007 zum Thema Tragen

Um die Verkehrssicherheit auf den Strassen zu verbessern, führen die Ostschweizer

Polizeikorps regelmässig koordinierte Kontrollaktionen durch. Um der Unsitte des

Nichttragens von Sicherheitsgurten entgegenzuwirken, haben am 8.5.2007, insgesamt 14 Polizeikorps, Gurtenkontrollen durchgeführt.



Am 8. Mai führte die Polizei eine eintägige Gurtenkontrolle durch: über 20 Prozent verzeigungen (Bild: jhuber)
Am 8. Mai führte die Polizei eine eintägige Gurtenkontrolle durch: über 20 Prozent verzeigungen (Bild: jhuber)

Die Gurttragquote der Autofahrer in der Schweiz beträgt insgesamt rund 80 %, wobei es deutliche Unterschiede zwischen den Landesregionen gibt. Dazu kann gesagt werden, dass die Gurtentragdisziplin im Tessin und in der Romandie deutlich tiefer liegt als in der Deutschschweiz.

Positive Wirkung des Sicherheitsgurtens

Durch das konsequente Tragen des Sicherheitsgurts könnten bei Verkehrsunfällen viele Menschenleben gerettet werden. Die positive Wirkung des Sicherheitsgurts ist unbestritten. Gemäss Literaturangaben könnten 45 % der tödlichen und 35 % der nicht tödlichen Verletzungen vermieden werden.

Die Schweiz schneidet schlecht ab

Wie Auswertungen ergeben haben, schneidet die Schweiz, was das Tragen der Sicherheitsgurten betrifft, im internationalen Vergleich eher schlecht ab. Die Ergebnisse zeigen auf, dass sich rund die Hälfte der Rücksitzpassagiere nicht angurten, obwohl das Tragen der Sicherheitsgurten seit 1994 auch auf den Rücksitzen obligatorisch ist. Wie die Statistik zeigt, wird das Tragen der Sicherheitsgurten auch von der Strassenart, bzw. der Ortslage abhängig gemacht. Untersuchungen haben aufgezeigt, dass Kinder auf den Rücksitzen häufiger angeschnallt werden, als Erwachsene. Ab dem 1. März 2006 besteht auch in Last- und Gesellschaftswagen eine Gurtentragpflicht.

Resultat einer eintägigen Kurtenkontrolle

Während dieser eintägigen Gurtenkontrolle wurden durch 233 Polizeifunktionäre nicht weniger als ‚ 4978 Fahrzeuglenkerinnen und Fahrzeuglenker überprüft. Dabei mussten 1032 Bussen wegen Nichttragen der Sicherheitsgurte durch Fahrzeugführerinnen oder Fahrzeugführer, 152 Bussen wegen Nichttragen der Sicherheitsgurte durch Mitfahrerinnen oder Mitfahrer und 12 Bussen wegen Mitführen von nicht gesicherten Kindern ausgestellt werden.

An der Aktion waren die Polizeikorps von Appenzell-Ausserrhoden, Appenzell-Innerrhoden, Glarus, Graubünden, Schaffhausen, St. Gallen, Thurgau, Schwyz und Zürich, sowie die Stadtpolizeien St. Gallen, Chur, Zürich, Winterthur sowie die Landespolizei des Fürstentums