Was als effiziente organisatorische Lösung geplant war, entwickelte sich im Laufe des Abends zu einem gelebten Miteinander, das schliesslich im inoffiziellen Motto mündete: «Geteilte Freude ist doppelte Freude».
Die Präsidentin Margreet Vuichard und Hansruedi Zopfi führten die Regie und leiteten abwechslungsweise durch die Traktanden. Dabei entstand ein fast schon feierliches Bild, das an die Landsgemeinde erinnerte: Die Mitglieder votierten mit farbigen Karten – die einen in Rosa, die anderen in Lindengrün. Besonders aktiv zeigten sich jene Doppelmitglieder, die mit beiden Karten ihre Verbundenheit zu beiden Institutionen versinnbildlichten.
In den Jahresberichten kam die gesellschaftliche Relevanz der beiden Vereine für den Kanton Glarus deutlich zum Ausdruck. Für Alzheimer Glarus, deren Geschäftsstelle von Sabine Steinmann geleitet wird, standen dabei auch wirtschaftliche Themen im Fokus. Trotz der Leistungsvereinbarung mit dem Kanton und einer Anschubfinanzierung durch Alzheimer Schweiz schloss die Rechnung 2025 mit einem Minus ab. Auch für das laufende Jahr 2026 bleibt die finanzielle Lage angespannt. Präsidentin Margreet Vuichard machte deutlich, dass die Stabilisierung der Finanzen die Hauptaufgabe des Vorstands bleibt – und motivierte die Anwesenden mit einem Augenzwinkern, dass noch mehr «Doppelmitglieder» dem Verein sehr guttun würden.
Personelle Weichenstellungen gab es bei der KRABEGL: Susi Wüthrich wurde als neue Kassierin in den Vorstand gewählt und übernimmt das Amt von Annelies Waldvogel, die von Hansruedi Zopfi ehrenvoll mit einem Geschenk und einem Blumenstrauss verabschiedet wurde. Die übrigen Vorstandsmitglieder sowie die Revisoren wurden für eine weitere Amtsdauer im Amt bestätigt. Auch bei Alzheimer Glarus war das der Fall; hier durften zudem zwei neue Mitglieder in den Vorstand gewählt werden: Catherine Fritsche und Christine Bickel.
Die fachliche Vertiefung des Abends übernahm Melissa Bruhin mit ihrem Referat über Aktivierung. Die Referentin, die kurz vor ihrem Studienabschluss steht, begeisterte durch ihre fundierte und mitreissende Art. Die Vorfreude ist entsprechend gross, dass sie im November 2026 einen Weiterbildungstag im Alterszentrum Schwanden leiten wird.
Beim abschliessenden, reichhaltigen Apéro aus der «Müli»-Küche wurde deutlich, warum das Motto der «geteilten Freude» am Ende so passend war: Der Austausch von Erfahrungen und das Miteinander über die Vereinsgrenzen hinweg machten den Abend zu einem vollen Erfolg.




