Die Reise startete am Ostermontag mit dem «Schwimmbus» der Autobetriebe Sernftal AG in Schwanden. Nach einer gut eineinhalbstündigen, aussichtsreichen Fahrt via oberer Zürichsee und den Raten ist die JMS bereits an ihrem Ziel angekommen. Die Teilnehmenden bezogen ihre Zimmer und verschafften sich einen Überblick des Lagerhauses «MUK», bevor am späteren Nachmittag die erste Gesamtprobe im nebenan gelegenen Mehrzwecksaal startete. Nach einem feinen Znacht und einem Abendprogramm in Teams, war dann der erste Tag bereits vorbei. Der Dienstag startete nach dem Frühstück mit etwas Bewegung und Rhythmusübungen an der frischen Luft. Dieses aktivierende Morgenritual sollte die JMS die ganze Woche über begleiten. Anschliessend probten die Musikerinnen und Musiker den ganzen Vor- und Nachmittag in den einzelnen Registern. Genügend Zeit, um in Ruhe neue Stücke einzustudieren und schwierige Passagen so lange zu wiederholen, bis sie funktionieren. Das prächtige und sonnige Wetter lockte alle nach draussen, wenn nicht zum Musizieren, dann spätestens in der Pause zum Federballspiel.
Mitte der Woche stand mit einem Ausflug in die Kantonshauptstadt Zug ein Highlight auf dem Programm. Während des Lösens von Rätseln eines Foxtrails entdeckte die JMS versteckte Gassen, unerwartete Ecken und beeindruckende Sehenswürdigkeiten in der charmanten Stadt. Die fast sommerlichen Temperaturen waren perfekt, um den Nachmittag mit einem Glace am Zugersee ausklingen zu lassen. Zurück in Oberägeri stand noch eine Gesamtprobe und zum Abschluss ein amüsanter Postenlauf an, bei dem Kreativität und Teamwork gefragt waren. Am Donnerstag stand Marschmusik auf dem Programm. Nach einem Crash-Kurs über die verschiedenen Kommandos und Regeln der Marschmusik, reihten sich die Musikantinnen und Musikanten ein und marschierten los. Für viele war es das erste Mal – gar nicht so einfach, im Takt mit der richtigen Schrittlänge zu marschieren und dabei nicht aus der Reihe zu tanzen! Die Übung war ein kleines Warmlaufen für den Abend: da ging es nämlich ca. 45min den Berg hoch zu einer Grillstelle. Belohnt wurden wir mit atemberaubender Aussicht auf den Ägerisee und die von der Abendsonne geküssten Rigi, knackigen Grillwürsten und Schlangenbrot. Gestärkt und fröhlich singend ging es in der Abenddämmerung wieder runter ins Dorf und zum Abschluss an den See oder in eine lokale Beiz.
An unserem letzten ganzen Tag vor Ort trübten graue Wolken den Himmel. Gerne hätten wir unser Abschlusskonzert am Ufer des Ägerisees gespielt, doch das typische Aprilwetter mit Regenschauern machte uns einen Strich durch die Rechnung. Die Alternative war das Probelokal, das idealerweise ein voll ausgestattetes Konzertlokal ist. Umso schöner war es, dass einige Eltern, Geschwister und Freunde den Weg aus dem Glarnerland nach Oberägeri für das kleine Konzert auf sich genommen haben. Nach dem traditionellen «Schlussabend» mit Spiel, ganz viel Spass und einer langen Nacht, neigte sich das JMS-Lager 2026 dem Ende zu. Als der Schwimmbus am Samstagvormittag eintraf, waren die Koffer gepackt und das Haus geputzt. Mit müden Augen, aber strahlenden Herzen voller schöner und lustiger Momente ging es nun zurück ins Glarnerland.




