An der diesjährigen Landsgemeinde herrschte zwar grosser Redebedarf, aber anscheinend kaum Handlungsbedarf, denn am Schluss folgte die rund vierstündige Versammlung fast allen Anträgen von Land- und Regierungsrat. Einzig beim Entlastungspaket wurden zwei Anträge erfolgreich durchgebracht. So bleibt die Steuerrekurskommission bestehen und auch der kantonale Beitrag an die Transportkosten von Lehrlingen wird weiter ausbezahlt. Im gleichen Traktandum gab es zum Fahrkostenabzug zwei Anträge: auf der einen Seite wollte man dabeibleiben, dass es keine Obergrenze gibt, auf der anderen Seite, dass der Betrag von 6000 auf 4000 Franken gesenkt wird. Beides fand keine Mehrheit. Ebenfalls zwei Anträge gab es beim Gesetz über die Strassenverkehrsabgaben, so eine Streichung der Übergansfrist der Abgaben für E-Fahrzeuge. Ähnliches Bild auch bei der Änderung bei der Krankenversicherung. Hier wurde ein Sozialziel von 12 Prozent sowie die progressive Berechnung beantragt, beides wurde deutlich abgelehnt. Auch keine Chancen hatten die Memorialsanträge über gemeinnützigen Wohnungsbau, der Velorouten sowie der als unerhebliche erklärte Antrag zur Redezeitbegrenzung von drei Minuten an der Landsgemeinde. Ohne Wortmeldung angenommen wurden dagegen der Steuerfuss 2027, die Gesetzesänderungen für Krisensicherheit des politischen Systems, die Änderung des Gesetzes über das bäuerliche Bodenrecht, die Änderung der Abgeltung der Tierhalter bei sehr wahrscheinlicher Tötung durch zum Beispiel Wölfe. Ausserdem wurde wortlos dem Verplichtungskredit von 1,4 Millionen Franken für das neue Verwaltungsgebäude in Glarus zugestimmt.
Wahlen
Auch in den Gerichten standen in diesem Jahr die Gesamterneuerungswahlen an. Alle bisherigen Personen, die sich für die neue Legislatur zur Verfügung stellen, wurden mit einem Landammannen-Mehr bestätigt. Das entsprechend eindeutige Vertrauen erhielt auch Markus Heer als neuer Landammann und Marianne Lienhard als Frau Landesstatthalter.
Neu ins Obergericht wurden Susanne Elmer-Feuz und Thomas Villiger gewählt. Das Verwaltungsgericht komplettieren Livia Gisler-Freitag, Nadine Küng und Annabelle Leisinger-Meyer. Zudem hat neu Saskia Aebli Einsitz im Kantonsgericht.

































































