Langjährige Stützen verabschiedet

An der diesjährigen Hauptversammlung des Hauseigentümerverbandes Glarnerland am letzten Donnerstag im «Schützenhaus» verabschiedete und würdigte Präsident Markus Schnyder mit Irené Spälti, Fred Kamm und Peter Sauter drei Personen, die lange und mit viel Engagement im HEV mitgewirkt haben. Zum Auftakt blickte Architekt Dominik Truttmann-Hefti auf Chancen und Gefahren bei der Sanierung von Liegenschaften.



Langjährige Stützen verabschiedet

Vereine und Verbände stehen und fallen mit Persönlichkeiten, die sich mit viel Engagement und Leidenschaft einsetzten. Beste Beispiele dafür seien für Präsident Markus Schnyder an der Hauptversammlung des Hauseigentümerverbandes (HEV) Glarnerland Irené Spälti, Fredi Kamm und Peter Sauter. Spälti und Kamm hätten über viele Jahre aktiv im Vorstand mitgewirkt und auf diese Versammlung ihren Rücktritt gegeben. Zu ihren Nachfolgern wurden Sascha Gisler und Marco Fior gewählt. Ebenfalls grosse Fussspuren hinterlässt Peter Sauter als stellvertretender Geschäftsstellenleiter, welcher in diesem Jahr seinen Ruhestand antreten kann. Sein Nachfolger ist Adrian Krebs.

Das letzte Jahr stand für den HEV ganz im Zeichen der Abstimmung zur Abschaffung des Eigenmietwertes. «Über Jahrzehnte war dies eines, wenn nicht das zentrale Anliegen unseres Verbandes», meinte Schnyder bei seinem ersten Jahresbericht als Präsident des HEV Glarnerlands am letzten Donnerstag im «Schützenhaus» in Glarus. «Mit fast 58 Prozent haben wir hier einen grossen Erfolg erzielt.»

Mit aktuell rund 2800 Mitglieder kann der HEV Glarnerland auch weiter eine starke Stimme für Hausbesitzer sein und ihnen politisch sowie rechtlich zur Seite stehen. «Gerade im Glarnerland muss attraktiver und zahlbarer Wohnraum ein wichtiges Ziel sein.»

Dazu könnten zum Beispiel sanierte Altbauten beitragen, wie Vorstandsmitglied Architekt Dominik Truttmann-Hefti in seinem Vortrag schilderte. «Für eine Sanierung braucht es sicher einmal Mut. Aber auch der Blick für die Möglichkeiten des Gebäudes.» Gerade hier sei es, seiner Meinung nach, wichtig früh Berater und Experten hinzuzuziehen. «Sie können eher aufzeigen, wo Chancen aber auch zusätzliche Probleme lauern.» An einem eigenen Beispiel ging er anschliessend den Kaiser-Weg Schritt für Schritt durch. Zuerst gehe es darum, die eigenen Bedürfnisse und zum Beispiel finanzielle Möglichkeiten zu klären. Auf dieser Grundlage könne man – am besten mit fachkundiger Beratung – das Objekt prüfen, bevor es dann an den Kauf und Umbau an sich geht. Aber auch bei der anschliessenden Nutzung der Liegenschaft kommen der allgemeine Unterhalt und gegebenenfalls weitere Umbauetappen dazu. Und zum Schluss stellt sich irgendwann die Frage, ob das Objekt als Erbe in der Familie bleiben, oder wieder zum Verkauf angeboten werden soll.

Sein Beispiel zeigte eindrücklich auf, wie ein heruntergekommener Altbau in attraktiven, modernen Wohnraum verwandelt werden kann. «Nur weil ein Gebäude aktuell in einen unattraktiven Zustand dasteht, muss es nicht gleich abgebrochen werden.» Auf der anderen Seite müsse auch nicht jede Immobilie zwingend erhalten bleiben, sondern kann Raum für neues Wohnen Platz machen.