Legislaturplanung gemeinsam weiterentwickelt

Am letzten Samstag, 23. Juni, lud der Gemeinderat Glarus zur Bevölkerungs-Werkstatt ins «Schützenhaus» ein. Gemeinsam mit einer kleinen Gruppe interessierter Glarnerinnen und Glarner bearbeitete der Gemeinderat den Entwurf der Legislaturplanung 2019 – 2022 weiter.




Im Februar dieses Jahres hat der Gemeinderat die Vorbereitungen für die neue Legislaturplanung aufgenommen. Im März folgte die Aktualisierung und Diskussion der Umfeldanalyse. Während einer zweitägigen Klausur im «Richisau» Ende April erarbeitete der Gemeinderat den Entwurf der Legislaturplanung 2019 – 2022. So entstanden die vier Schwerpunkte zu Kommunikation und Partizipation, Herausforderungen im Gesundheitswesen, attraktive Begegnungsorte und Nachhaltigkeit. Zur Konkretisierung der Schwerpunkte erarbeitet der Gemeinderat Ziele und Massnahmen und plante die dazu notwendigen personellen und finanziellen Ressourcen. Damit lag der Bevölkerungs-Werkstatt vom Samstag ein erster Entwurf vor, an dem auch die beiden im März neu gewählten Gemeinderäte Hansjörg Schneider und René Schönfelder bereits mitgearbeitet haben. So nahmen sie an der Klausur teil und standen dem Publikum auch bei der Bevölkerungs-Werkstatt Rede und Antwort.

Gemeindepräsident Christian Marti begrüsste die Teilnehmenden zur gemeinsamen Arbeit am Entwurf der Legislaturplanung. «Mit der Legislaturplanung sollen ganz bewusst inhaltliche Prioritäten gesetzt werden. Angestrebt wird kein Wunsch- oder Vollprogramm, sondern klare Schwerpunkte, abgeleitet von der langfristigen Entwicklungsplanung der Gemeinde», so Christian Marti bei seiner Begrüssung.

Gemeinderat Christian Büttiker blickte auf das Erreichte und die Pendenzen der aktuell laufenden Legislatur zurück. Anhand zahlreicher Beispiele lässt sich ein Erfolg erkennen und überprüfen. Um sich noch stärker zu fokussieren, werden in der kommenden Legislaturperiode vier anstatt bisher fünf Schwerpunkte verfolgt. «Mit der frühen Abstimmung von Inhalten und Ressourcen haben wir in den letzten Jahren gute Erfahrungen gemacht. Diese Systematik möchten wir deshalb beibehalten», so Christian Büttiker bei seinen Ausführungen.

Gemeinderätin Andrea Trummer und Gemeinderat Markus Schnyder stellten anschliessend die Ziele zu den vier Schwerpunkten vor, bevor sich das Plenum dann in zwei Werkstatt-Gruppen aufteilte.

Rund zwei Stunden diskutierten die Teilnehmenden die Schwerpunkte zusammen mit den Mitgliedern des Gemeinderates intensiv. Die Beratung der verschiedenen Schwerpunktentwürfe orientierte sich an vier Leitfragen. Was gefällt mir am Schwerpunkt? Was gefällt mit am Schwerpunkt nicht? Was fehlt dem Schwerpunkt? Was ist zu viel und muss raus? Die kleinen Werkstatt-Gruppen ermöglichten einen sehr direkten Austausch, der wertvolle Erkenntnisse brachte. Die Fäden wurden dann auch während der Pause und im Anschluss weitergesponnen.

Die kurze Zusammenfassung der Ergebnisse der Diskussion zu jedem Schwerpunkt rundete den inhaltlichen Teil der Veranstaltung ab. «Durch den Austausch haben wir Botschafterinnen und Botschafter für die neue Legislaturplanung gefunden», freut sich Gemeinderat Peter Schadegg. Und Gemeindepräsident Christian Marti dankte allen Teilnehmenden für die engagierte Arbeit. «Die gemeinsame Arbeit hilft dem Gemeinderat die Erarbeitung der Legislaturplanung bis im September abzuschliessen», würdigte der Gemeindepräsident das Engagement der Anwesenden. Der Morgen fand dann einen gemütlichen Ausklang bei einem leckeren Steh-Lunch.

Die öffentliche Präsentation der vom Gemeinderat verabschiedeten Legislaturplanung 2019 – 2022 erfolgt am Donnerstag, 25. Oktober 2018. Am Freitag, 30. November 2018, wird die Legislaturplanung 2019 – 2022 im Rahmen der Gemeindeversammlung beraten und genehmigt. Der Gemeinderat lädt bereits jetzt herzlich zur Teilnahme ein.