Leglerhütte im Fokus der Sterntouren und im Alpinen Museum

Das Jubiläum 150 Jahre SAC Tödi betrifft Sara und Romano Frei-Elmer in verschiedener Hinsicht. Erstens wird das Hüttenwartpaar der Leglerhütte im Jubiläumsbuch in einem besonderen Kapital erwähnt. Dann waren sie Tätschmeister für das grosse Fest in Schwanden, war ihre Hütte kürzlich Mittelpunkt der Sterntour und sind sie auch im Alpinen Museum in Bern präsent.




Die 152 SAC-Hütten, die im Alpinen Museum von der Decke des Hodlersaales hängen, gewähren einen ungewohnten Blick auf die alpine Welt. 147 sind aus rotem Karton und so beschriftet, dass sie von der Galerie her mit dem Feldstecher leicht auszumachen sind. Fünf sind eierschalenfarben; auf diese wird speziell eingegangen. Wichtige und aktuelle Themen rund um das Spannungsfeld Natur schützen und nützen werden hier angesprochen. Eine davon ist die Leglerhütte, die an einem schönen Sommertag gut und gerne 300 Tagesgäste empfängt.

Was speziell ist, wird auch separat noch anhand von Bildern erklärt. Etwa der äusserst beliebte Hot Pot, der ohne zusätzlichen Verbrauch von Rohstoffen oder eine höhere Umweltbelastung beheizt wird. Im Gegenteil: Es handelt sich sozusagen um ein Abfallprodukt. Denn das Blockheizkraftwerk produziert zu viel Wärme; zuvor musste das überschüssige Heisswasser unverbraucht zurück in die Natur fliessen. Auch der elektrische Tauchsieder findet im Museum Erwähnung. Er speist sich aus dem Reststrom des Blockheizkraftwerks. Der Stab, den der Hüttenwart direkt ins Badewasser hält, erwärmt das vom Blockheizkraftwerk abgeleitete Warmwasser nochmals um 10 bis 15 Grad auf rund 38 Grad. Im Winter kommt der Tauchsieder bei der Schneeschmelze zum Einsatz. Schliesslich wird auf den vom erwähnten Kraftwerk produzierten Starkstrom eingegangen, der zum Betrieb der Geschirrspülmaschine mit der dabei anfallenden Abwärme anfällt. Somit kann der Boiler betrieben und im Winter die Hütte beheizt werden.

Sterntour


Am vorletzten Samstag fand die SAC-Tödi-Jubiläums-Stern-Tour zur Leglerhütte statt. Von allen Seiten tauchten sie auf: die SAC-Frauengruppe, die den Weg über den kleinen Kärpf gewählt hatte, die KiBe-Gruppe der Kinder-Bergsteiger, die Jugendorganisation, die Sektion selber, welche über den Richetli-Pass anstieg oder solche, die von Betschwanden aus aufstiegen. Alle trugen sie von weiter oder weniger weit entfernt einen Stein mit, aus dem später ein Gedenk-Steinmann entstand. «Es ist natürlich eine Ehre für uns, dass die Sterntour ausgerechnet zur Leglerhütte führte», freute sich Sara Frei-Elmer. Logisch, dass sie die Gäste entsprechend verwöhnte.

Das Hüttenwart-Ehepaar ist sowieso stark ins Jubiläum der Gründersektion eingebunden: Im Jubiläumsbuch «Tödi-Spuren» wird ihrer Hütte ein längeres Kapitel gewidmet. Ausserdem waren sie Tätschmeister am Jubiläumsfest, das sie ein Jahr lang geplant hatten. Die beiden hatten freie Hand, bildeten ein OK und definierten als Erstes den groben Rahmen. Sie hatten ein Budget, das es einzuhalten galt. Das Komiker-Duo, welches durch den Abend führte, kam extrem gut an. Während des Apéros wurden Interviews gemacht, die Interviewten glaubten, sie hätten es mit Tagesschau-Moderatoren zu tun; am Schluss wurde der Film gezeigt. Es ist vorgesehen, diesen auf der SAC-Tödi-Seite online zu stellen.

Die Schweiz, die Berge und der SAC


Das Alpine Museum verwandelt sich bis Ende März 2014 zur 153. SAC-Hütte der Schweiz, mitten in der Stadt Bern! In der Sonderausstellung zum 150-Jahr-SAC-Jubiläum geht es um die Schweiz, die Berge und den Schweizer Alpen-Club.

Eine Schweiz ohne den SAC ist so undenkbar wie eine Schweiz ohne Berge. Der Schweizer Alpen-Club hat die Schweiz in den letzten 150 Jahren mitgestaltet und mitgeprägt. 150 Jahre nach der Gründung blickt die Ausstellung im Alpinen Museum der Schweiz zurück und nach vorn. Das Haus am Helvetiaplatz verwandelt sich in eine geschichtenreiche Berghütte mitten in der Stadt. Die Ausstellung erzählt in Aufenthalts-, Material- und Schlafräumen von Gipfelgefühlen und Talabfahrten, von Kameradschaft und Konflikten, von Frauenfragen und Umweltsorgen. Die Leglerhütte und vier weitere werden im Hodlersaal besonders hervorgehoben. Eine Aussicht auf den 200. Geburtstag schliesst die Ausstellung: Schmelzende Gletscher, veränderte Werte und neue Technologien werden ihre Auswirkungen auf den Bergsport haben. (ih)