Lehrpersonen, Kantons- und Gemeindeangestellte ziehen am selben Strick

Der LGL und der VGSG treten in Sachen langfristige Lohnentwicklung gemeinsam auf. Durch die Zusammenarbeit der beiden grossen Glarner Gewerkschaften erhoffen sich die Organisationen ein grösseres Verhandlungsgewicht.




Jedes Jahr haben die Sozialpartner des Kantons und der Gemeinden die Möglichkeit, ihre Lohnentwicklungsforderungen zu platzieren und zu verhandeln. Die Personalkommissionen, -vertretungen respektive die einzelnen Mitglieder, die von den Arbeitnehmern gewählt werden, haben dort die Möglichkeit, ihre Standpunkte darzulegen. Oftmals stehen die Arbeitnehmer in den Personalkommissionen als schwächere Fraktion am Verhandlungstisch.

Die beiden grossen Glarner Gewerkschaften Lehrerinnen und Lehrer Glarus und der Verband für Glarner Staats- und Gemeindepersonal möchten im Rahmen von langfristigen Lohnentwicklungsforderungen gemeinsam auftreten und für ihre Standpunkte einstehen.

Verlässlichkeit und Transparenz


Die beiden Gewerkschaften fordern von den Verantwortungsträgern mehr Transparenz und Verlässlichkeit bei der Lohnentwicklung. Das im Jahre 2009 eingeführte neue Lohnsystem «DafLe» zeigt vor allem bei den jungen Mitarbeitern Wirkung, indem deren Löhne eine tiefe Lohnentwicklung erfahren. Das neue Lohnmodell benachteiligt junge Mitarbeitende systematisch, was sich über kurz oder lang auf die «Firmentreue» auswirken wird, so die Befürchtungen der beiden Gewerkschaften. Mit dem Schulterschluss wollen LGL und VGSG ein Signal senden; die Gewerkschaften sind gewillt, Lösungen zum Problem zu diskutieren und mitzuhelfen, dass auch in Zukunft langjährige, kompetente Mitarbeiter in unserem Kanton oder in unseren Gemeinden arbeiten. Dafür braucht es jedoch marktgerecht gestaltete Löhne.