Die palliative Grundversorgung im Kanton Glarus wird durch verschiedene Leistungserbringer sichergestellt. Bei Patientinnen und Patienten mit instabiler Krankheitssituation, komplexem Symptomgeschehen oder hoher Belastung der Angehörigen kann jedoch eine spezialisierte Palliativversorgung erforderlich sein. Während in akuten Situationen teilweise eine Stabilisierung im Spital notwendig ist, können viele Betroffene mit entsprechender Unterstützung weiterhin zu Hause betreut werden.
Aufbau eines palliativen Brückendienstes
Um die Betreuung schwerkranker Menschen im eigenen Zuhause zu stärken, schliesst der Kanton Glarus eine Leistungsvereinbarung mit der Krebsliga Ostschweiz ab. Ab dem 1. Juli 2026 wird ein spezialisierter ambulanter Palliative-Care-Dienst (APCD) im Kanton Glarus eingeführt. Da der Aufbau eines eigenen glarnerischen Brückendienstes personell und finanziell nicht realisierbar wäre, nutzt der Kanton so die bewährten Strukturen der Krebsliga, die bereits in den Kantonen St. Gallen und den beiden Appenzell erfolgreich etabliert sind.
Die Vereinbarung sichert den Glarner Patienten und Fachpersonen eine Rund-um-die-Uhr-Erreichbarkeit von spezialisierten Pflegefachkräften und Palliativärzten zu. Dieser Dienst ergänzt die lokale Spitex bei komplexen medizinischen Situationen, ohne diese zu ersetzen. Finanziell sieht der Vertrag einen jährlichen Kantonsbeitrag von 40 000 Franken vor.




