Lese-Tipp: Föhngeflüster – Glarnerinnen erzählen

Vor zwölf Jahren erschien «Föhngeflüster», ein Buch, das Interessierte hin und wieder gerne aus dem Bücherregal nehmen und sich einem der wechselvollen Schicksale widmen. Dieses Buch hat ohne Zweifel einen dokumentarischen Wert und ist für Heimatverbundene wie ein kleines Stück Zeitgeschichte.




Der reiche Inhalt ist mit dem Jahr 2006, damit auch dem damaligen Jahresthema des Freulerpalasts mit dem Titel: «Glarnerinnen – gestern – heute – morgen» verbunden. Die Herausgabe initiierten damals Melanie Brunner-Müller und Georg Müller-Harder. In oft langen und intensiven Gesprächen befassten sich verschiedene Autorinnen mit den porträtierten Glarnerinnen, die bemerkenswert offen und freimütig über Beruf, Lieblingsort, spezifische Tätigkeiten und anderes Auskunft gaben und damit wertvolle Einblicke gewährten. Die verschiedenen Fotografinnen vermittelten stimmungsvolle Bilder.

Und wenn man zu lesen beginnt, kommen ganz verschiedene Erinnerungen auf, die nicht selten das berühmte «Aha»-Erlebnis auslösen. Nachzulesen ist über das Leben gar verschiedener Frauen, die nie im öffentlichen Rampenlicht standen, aber in jeder Beziehung beharrlich, zuweilen willkommen eigenwillig wirkten.

So kommen – in der Reihenfolge des Inhaltsverzeichnisses – über jeweils viele Buchseiten hinweg Olga Winteler, Elisabeth Thomann-Arbenz, Biggi Slongo, Silvia Schindler, Barbara Rhyner, Eva Oertli, Susi Mazzolini-Trümpy, Elisabeth Marti, Dolores Maccari, Ruth Kobelt-Jenny, Sibyll Kindlimann, Annemai Kamm-Elmer, Olga Jutzeler, Susanne Jenny Wiederkehr, Tina Hauser, Maria Grüninger-Hauser, Anni Elmer, Elisabeth Dahler, Kasang Changten und Adelheid Baumgartner zu Wort.

Es ist Berührendes entstanden, das mit der empfehlenswerten Lektüre wieder auflebt, zum Mitdenken und Erleben einlädt.

Die Reihe mit Buchpräsentation und dem Bezug zum Glarnerland wird in unregelmässigen Abständen weitergeführt.


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