Es gebe sogar, so der Verfasser, eine Regel, wie die ersten Inhaltsseiten zu gestalten seien. Die erste Seite sei der sogenannte Schmutztitel, dann schliesse die erste Vakatseite) samt Inhaltsverzeichnis an. Der Ausdruck «Vorwort» – so die Weiterführung dieser ganz besonderen Einleitung – entstamme dem althochdeutschen «furiwurti». Dabei handle es sich um ein «Gleichnis». Thomas Spälti hat spürbar sorgsam zusammengetragen, was ebenso lesenswert wie bedeutsam ist. Sein Fazit: In den 60 Vorworten der Neujahrsboten sei somit alles vorbehandelt worden, was einige Seiten später ausführlich zur Sprache gekommen sei.
Begonnen hat alles mit der Hundertjahrfeier der Sekundarschule Linthal, dies im ersten Neujahrsboten aus dem Jahr 1967. Herausgeber war damals Heinrich Stüssi, es folgten der Historiker August Rohr und dessen Team. Anfänglich bezogen sich die Inhalte auf sieben Gemeinden von Linthal bis Luchsingen. Wachse aus dem Unscheinbaren hinaus, so eine der ersten Einleitungen. Mit den Texten, wie sie zum Neujahrsboten stets gehörten, war nichts Weltbewegendes zu erwarten. Zentrale Probleme waren damals die Regionalplanung und die regionale Entwicklung.
Rückgang der Bevölkerung, dies anno 1970; Ausdehnen der Berichtfülle auf 16 Gemeinden des Gross- und Kleintals ab 2011; Kulturförderung, Posttaxen, Verkaufspreis des Neujahrsboten, Wahl von Titelbildern, Hinweis auf 10 289 Personen, die im Hinterland wohnen, schliessen an. Heinrich Stüssi beendete sein unermüdliches Schaffen im Jahre 2001. Er verstarb sieben Jahre später, was zur verdienten Würdigung im Neujahrsboten führte. Es schliessen Hinweise zu personellen Änderungen im Stiftungsrat, Umgestaltung der Titelseite, Lokalgeschichtliches, Politisches, extremer Schneewinter, Militärhistorisches und anderes an. Es tut sich eine immense Fülle auf, die mit spürbarer Liebe und Sorgfalt zusammengetragen worden ist
In gewiss vielen Büchergestellen hat der Neujahrsbote einen festen Platz gefunden. Für lokal Interessierte ist er ein wertvolles Nachschlagewerk.





