Letztes Heimspiel für den FC Glarus

Am Samstag bestreitet der FC Glarus sein letztes Heimspiel im Jahre 2010. Zu Gast ist mit dem FC Herisau der Absteiger aus der 2. Liga interregional. Ziel der Glarner muss es sein vor der Winterpause die richtige Spur wieder zu erwischen und drei Punkte ins Trockene zu holen.



Totaler Einsatz vom FC Glarus ist auch gegen Herisau gefordert
Totaler Einsatz vom FC Glarus ist auch gegen Herisau gefordert

Erneut war der FC Glarus am letzten Sonntag in Wattwil keineswegs die schlechtere Mannschaft, dennoch stand man nach 90 Minuten mit leeren Händen da. Natürlich kassierte Glarus bereits in der Minute eins das Gegentor, hatte aber genügend Zeit, diesen Rückstand wettzumachen. Es mangelte überhaupt nicht an Torchancen, im Gegenteil, selten hatten die Glarner so viele Möglichkeiten. «Wenn wir 15 bis 20 Torschüsse und 5 bis 6 fast 100%ige Torchancen haben und wir immer noch kein Tor erzielen, brauchen wir uns nicht über die Tabellensituation zu beklagen», blickt Sebastian Herting auf das Spiel zurück. «Trotz des frühen und unnötigen Rückstandes haben wir in der ersten Halbzeit reichlich Druck aufgebaut und uns unzählige Chancen erarbeitet. In der zweiten Hälfte konnten wir spielerisch nicht anknüpfen, hatten aber trotzdem noch genügend Möglichkeiten, den Ausgleich zu erzielen. Das 2. Gegentor brach uns dann endgültig das Genick.» Ohne Selbstvertrauen, ohne Durchsetzungskraft und ohne den nötigen Willen enttäuschten die Stadtglarner nicht nur den Trainer und die Zuschauer, sondern vor allem sich selbst. Was sind die Erkenntnisse aus diesem eminent wichtigen Spiel? Dazu Captain Simon Schiesser: «Aus dem Wattwil-Spiel gäbe es wahrscheinlich Dutzende Erkenntnisse. Für mich sind die wichtigsten Erkenntnisse, dass wir zwingend konstanter werden müssen und weniger Fehler machen dürfen, denn in unserer Lage werden diese unglücklicherweise immer gleich bestraft. Das heisst konkret für mich, dass wir vom An- bis zum Schlusspfiff zu 100% da sein müssen. Zudem fehlt es uns momentan auch ein wenig an Abschlussglück, da man wirklich meinen könnte, dass der Ball irgendwie einfach nicht ins gegnerische Tor möchte. Da müssen wir also weiter dran arbeiten und vielleicht unser eigenes Glück auch einfach mal erzwingen versuchen.»

Wichtig wären drei Punkte

Die Cescato-Elf bestreitet das letzte Spiel für dieses Jahr im heimischen Buchholz. Nur allzu gerne möchte man sich mit einem Sieg vom Publikum verabschieden. «Logisch möchten wir unser letztes Heimspiel erfolgreich gestalten», so Schiesser mit Blick auf den Samstag. «Nicht nur dieses, sondern dann auch gleich noch das letzte Spiel der Hinrunde in Sirnach, sodass es einen halbwegs versöhnlichen Abschluss der ersten Saisonhälfte gibt.» Auch Herting ist gleicher Meinung: «Sicher wollen wir das Spiel am Samstag erfolgreich gestalten. Dazu benötigt es allerdings volle Konzentration. Wir müssen uns auf das Wichtigste fokussieren im Fussball und das ist das Toreschiessen. In der aktuellen Lage spielt es sowieso keine Rolle ob der FC Glarus am Samstag gut oder schlecht spielt», meint Herting. «Wichtig sind einzig und allein die drei Punkte. Wer die Tore schiesst, spielt keine Rolle.»

Lichtblick im Verletztenlager

Patrick Caduff ist in dieser Woche erstmals nach seiner Verletzung und Wechsel vom FC Weesen ins Mannschaftstraining eingestiegen. Allerdings wird er kaum noch in den restlichen beiden Spielen zum Zuge kommen. Dafür wird Miguel Caetano für den Rest der Hinrunde ausfallen. Nach seiner Spielsperre kehrt Mario Zimmermann ins Team zurück, ansonsten sind alle Mann an Bord.

Der FC Herisau ist letzten Frühling aus der 2. Liga interregional abgestiegen. Eine Liga weiter unten konnten sich die Appenzeller bisher noch nicht auffangen. Die Bilanz ist ziemlich ausgeglichen, sowohl was das Torverhältnis als auch die Anzahl Siege, Unentschieden oder Niederlagen (je 3) betrifft. Mit einem Vollerfolg wäre Glarus praktisch wieder an den Ausserrhödlern dran. Es bietet sich bereits wieder die Gelegenheit, die rote Laterne abzugeben an Wattwil oder Sirnach.