Leuzinger-Bau «Uf dr Höchi» erhält Denkmalschutzbeitrag

Regierungsratssitzung 28. April • An die Sanierung des Hauses «Uf dr Höchi» in Braunwald werden ein Kantons- und ein Gemeindebeitrag von zusammen 21 627 Franken geleistet.



1927 baute der Glarner Architekt Hans Leuzinger (Kunsthaus, Planurahütte, Fridolinshütte, Kinderkrippe Ennenda usw.) für sich und seine Familie das Ferienhaus «Uf dr Höchi» in Braunwald, gleich unterhalb der Alpmauer am heutigen Mattwald-Skilift. Während sich Leuzinger bei den Materialien an der lokalen Bautradition orientierte, wählte er für sein Ferienhaus eine völlig neue Architektursprache. Im Stile des damaligen Neuen Bauens entstand so ein schlichtes kubisches Gebäude mit neuer Interpretation von Fenster und Fensterläden. Das aus zwei Baukörpern zusammengefügte Wohnhaus ist eine Ständerkonstruktion mit Holzverschalung. Es hat ein Pultdach. Statt des traditionellen Blockbaus kam erstmals Leuzingers Schuppenschalung zum Zuge.

«Uf dr Höchi» gilt über das Glarnerland hinaus als Leitobjekt der modernen Ferienhausarchitektur und als Schlüsselwerk von Leuzingers Ferienhausbauten.

Das Sanierungsprojekt sieht die teilweise Erneuerung der veralteten und nicht mehr den Vorschriften entsprechenden Haustechnik sowie die Restaurierung der Aussenfassade vor. Im Innern ist der teilweise Ersatz oder die Restaurierung von Oberflächen geplant. Das Vorhaben sieht einen behutsamen Umgang mit der originalen Bausubstanz vor, indem nur jene Elemente ersetzt werden, die nicht mehr restaurierungsfähig sind. Die Arbeiten sollen Anfang 2021 abgeschlossen sein.

An die Sanierung leistet der Kanton einen Beitrag von 12 976 Franken (12,6 Prozent der beitragsberechtigten Kosten), die Gemeinde Glarus Süd 8651 Franken (8,4 Prozent).