Lieber Igel, zeige dich!

Die Kinder kennen ihn aus unzähligen Geschichten, den stacheligen, kleinen Vierbeiner: den Igel. Auch draussen kann man ihn ab und zu vorbei wuseln sehen. Und doch ist über seine Verbreitung im Glarnerland wenig bekannt. Das Naturzentrum Glarnerland ruft dazu auf, Igelbeobachtungen zu melden.



Igel unterwegs im Garten. (Bild Augustine/Pixelio)
Igel unterwegs im Garten. (Bild Augustine/Pixelio)

Nach dem langen Winter im Glarnerland ist die Zeit da, wo die Igel wieder in vielen Gärten Leckerbissen zum Fressen oder ein Gspänli zur Paarung suchen. Sie fühlen sich dort wohl, wo auf kleinem Raum Unterschlupf- und Nistmöglichkeiten sowie ein geeignetes Nahrungsangebot in Form von Insekten, Nacktschnecken, Regenwürmern, Laufkäfern, Ohrwürmern und anderen Kleintieren vorhanden ist. Dies bieten heutzutage vor allem reich strukturierte Gärten und Parkanlagen im Siedlungsraum.

Nachts unterwegs

Das insektenfressende Säugetier ist dämmerungs- und nachtaktiv und lässt sich dabei hauptsächlich von seinem ausgezeichneten Geruchsinn leiten, um Nahrung und Artgenossen zu finden. Am besten kann man Igel deshalb auf Abendspaziergängen beobachten. Dabei sollten diese geschützten Tiere aber nicht gestört werden. Meist trifft man nur ein einzelnes Tier an, da die kleinen Gesellen ausschliesslich Einzelgänger sind, die allein durch ihre Reviere streifen. Tagsüber schlafen sie in ihren selbstgebauten Nestern, bevorzugt unter Hecken und Asthaufen.

Es lauern Gefahren

Es gibt sicher viele Leute, die bisher nur tote Igel gesehen haben. Denn in ihrem Leben begegnen Igel so manchen Gefahren, die meist menschlichen Ursprungs sind. Alljährlich finden viele Igel auf der Strasse ihren Tod. Auch Lichtschächte oder Kellerabgänge sind den quirligen Vierbeinern schon zum Verhängnis geworden.

Bestandessituation im Auge behalten

Dem Igel wird einerseits das Leben durch die zunehmende Strukturverarmung der Landschaft erschwert, andererseits durch die erwähnten Gefahren, denen er im Siedlungsraum begegnet. Obwohl die putzigen Stacheltiere im Moment in ihrem Bestand als noch nicht bedroht gelten, ist es wichtig, deren Verbreitung im Auge zu behalten.

Das Naturzentrum Glarnerland nimmt dazu gerne Beobachtungsmeldungen von Igeln entgegen via Email [email protected] oder Tel. 055 622 21 82 (Di und Do von 8-12 Uhr). Auf www.naturzentrumglarnerland.ch finden Sie zudem weitere Informationen rund um den Igel im Glarnerland.