Liebesliederkonzert in Betschwanden

Der initiative Luchsinger Bariton Willi Hefti gab zusammen mit dem Pianisten Martin Kaelin ein Liebesliederkonzert in der Kirche Betschwanden. Dabei interpretierte der Grosstaler Pfarrer Richard J. Bloomfield Liebesgedichte und –texte. Instrumentalstücke von Mozart, Schumann und anderen rundeten die gelungene Veranstaltung ab.

 



Der Bariton Willi Hefti und der Pianist Martin Kaelin am Schluss des Konzerts in der Kirche Betschwanden. (Bild: mst.)
Der Bariton Willi Hefti und der Pianist Martin Kaelin am Schluss des Konzerts in der Kirche Betschwanden. (Bild: mst.)

Zum Frühlingsbeginn wollten die drei Künstler dem Publikum einen bunten Strauss Liebeslieder überreichen. Pfarrer Bloomfield führte als Lektor durch die Texte. Vereinzelt verlas er italienische Liedtexte, die er ins Deutsche hatte übersetzen lassen.

Liebeslieder von Tosti

Man bekam etliche Liebeslieder des populären italienischen Komponisten Francesco Paolo Tosti zu hören. Mit sonorer Stimme interpretierte Hefti schwelgerisch diese Stücke zu den perlenden Klängen des Klaviers, unterstrichen von entsprechenden Gesten. Textrezitation und Liedvortrag wechselten sich ab. So kam beispielsweise der Text „Avocella“ des Dichters Gabriele d`Annunzio vor. Das Gedicht war vertont worden, und Hefti verlieh dem Lied seine Stimme. „L`ultima canzone“ von Tosti bestach durch seinen Text mit „Oh, Rosenblatt, du Granatäpfelchen, du Pfefferminzblatt“ usw. Danach spielte Kaelin ein Klavierstück von Mozart, die „Träumerei“ von Schumann kam später ebenfalls vor. Für etwas Unterhaltungsmusik sorgte „Send In The Clowns“, und jazzig wurde es bei „River, Stay Away From My Door“.

Zauberflöte

„Gehen wir in die Oper“, meinte Bloomfield. „Wir stellen uns den Vogelfänger Papageno vor. Er wünscht sich ein Mädchen.“ Die Arie mit der bekannten Panflötenstelle erhielt viel Applaus. „Ein Mädchen oder Weibchen wünscht Papageno sich“ folgte. „Gute Nacht, du falsche Welt“, als sich Papageno erhängen will, machte den Schluss.

Das Publikum war begeistert, der intime Rahmen in der Kirche Betschwanden hatte das Seine dazugetan, man wollte Zugaben hören, und man bekam sie auch. So unter anderem „Mattinata“ von Ruggero Leoncavallo.