Linthschützen erobern Bronze

Der Linthverband gewinnt am Schweizerischen Verbandsmatch hinter den Unterverbänden Bern und Ostschweiz die Bronzemedaille. Die vier Athleten aus dem Glarnerland machten es enorm spannend.



Trotz Bronze: vier Atlethen aus dem Glarnerland machten es enorm spannend (Bild: ehuber)
Trotz Bronze: vier Atlethen aus dem Glarnerland machten es enorm spannend (Bild: ehuber)

Am vergangenen Wochenende fanden in Bern die nationalen Meisterschaften des Luftgewehrschiessens in den Sparten Gruppe und Verband statt. Der Linthverband wurde durch vier Athleten der Sportschützen Glarnerland vertreten, welche während der Saison durch gute Resultate überzeugen vermochten. Nach Startschwierigkeiten aller vier Schützen, fanden die Glarner Andrea und Andreas Stüssi sowie Roman Portmann und André Eberhard den Wettkampfrhythmus und konnten so ihre Leistung steigern. Diese Steigerung war nötig, da die auf dem vierten Rang klassierten Zentralschweizer mit stetigem Druck auf einen Podestrang drängten.

Jeder Schuss war entscheidend

Schlussendlich war jeder Schuss Matchentscheidend, da der im Verhältnis mit wenigen Schützen vertretene Unterverband Linth mit vier Schützen gute Chancen auf den Sieg hat, jedoch aber ein Aussetzer eines Schützen auch gleich eine Niederlage bedeuten kann. Somit war die Ausgeglichenheit des Bronze-Teams ausschlaggebend, damit Roman Portmann mit 584 Punkten, Andreas Stüssi und André Eberhard (beide 582) und Andrea Stüssi (579) einen Durchschnittswert von 581.750 Zählern erzielen konnten. Der Berner Unterverband konnte sich mit 583.750 Ringen den Schweizermeistertitel sichern. Den zweiten Rang belegten die Ostschweizer mit 583.0 Punkten. Dem Linthverband auf den Versen befanden sich die Zentralschweizer mit 581.556.

Verunsicherung wegen fehlendem Gewehr

Bei den Junioren gewannen die Fribourger mit einem sensationellen Resultat von 577.417 Punkten vor Bern (574.583) und der Ostschweiz (571.5). Die drei Junioren Joel Liechti (578), Michael Deuber (569) und Patrick Liechti (543), die den Linthverband vertraten, klassierten sich mit 563.333 auf dem guten 8. Schlussrang. Vor Wettkampfbeginn herrschte zunächst Unruhe, war doch das Sportgerät Liechti’s verschwunden. Irrtümlicherweise hat jemand das Luftgewehr des Juniors mitgenommen und an einem anderen Platz deponiert. Glücklicherweise konnte dieser Fauxpas noch vor dem Start geklärt werden.

Kein Gruppenerfolg

Die Sportschützen Glarnerland blieben am Final der Schweizer Luftgewehr-Gruppenmeisterschaft erfolglos. Zwar resultierte für Glarnerland 1 der siebte Schlussrang, was von 60 startenden Gruppen als positiv eingestuft werden könnte, wären die Erwartungen für einen Podestplatz nicht da gewesen. Roman Portmann (390), Andreas Stüssi (389), Andrea Stüssi (386) und André Eberhard (385) konnten mit 1550 Punkten gegen die stark auftretenden Rheintaler aus Altstätten (1562) sowie Tafers 1 (1560) und Olten 1 (1558) nicht mithalten. Bei Glarnerland 2 sorgte das Talent aus Mühlehorn, Lars Kamm, für ein Highlight. Mit 393 Ringen zeigte er einmal mehr, dass er an grossen Wettkämpfen parat ist. Roger Bless (385), Reto Gadient (380) und René Müller (375) komplettierten die 1533 Punkte, die für den 22. Rang reichten.
Auch bei den Junioren schwang eine Schützin oben aus. Alexandra Hoch aus Gommiswald erzielte tolle 386 Zähler. Die restlichen Schützen Jasmin Kistler (372) und Remo Duft (368) waren ebenfalls für das Total von 1126 Ringen und Rang 13 verantwortlich.