Lio Wickihalder gewinnt Gold und Silber am Alpencup im Chambéry

14 Nachwuchsathletinnen und Athleten des Schweizer Schützenverbands starteten in Chambéry (F) mit dem Kleinkalibergewehr und der Pistole beim Alpencup. Der Mitlödner Lio Wickihalder gewann Gold beim Dreistellungsmatch.



(Bild: zvg)
(Bild: zvg)

Der Alpencup gilt als wichtiger internationaler Vergleichswettkampf der fünf Alpenländer Frankreich, Italien, Österreich, Deutschland und der Schweiz. Er dient den Nachwuchsathletinnen und Athleten als letzter Formtest vor den anstehenden Junioren-Europameisterschaften. Auch für den Glarner Nationalmannschaftsschützen Lio Wickihalder waren die Tage vom 29. April bis 2. Mai im französischen Rhône-Gebiet eine letzte Standortbestimmung vor dem Saisonhöhepunkt in Kroatien.

Dank Finalstärke zu Gold

Bei der Kleinkaliber-Dreistellungsmatch Qualifikation über 3-mal 20 Schuss (kniend, liegend, stehend) duellierten sich die Nachwuchsathleten der fünf Länder auf hohem Niveau. Um unter die besten acht zu gelangen und sich damit ein Finalticket zu sichern, waren 578 Punkte gefordert. Diese Ringzahl erreichte der Walliser Dorian Saillien. Einen Punkt besser schnitt Lio Wickihalder auf Rang 7 ab. Der Südglarner begann auf dem Knie mit 98 Punkten stark, ehe er 95 Zähler folgen liess. Liegend verlor er einzig einen Punkt. Mit diesem Zwischenergebnis war er bereits auf Finalkurs. Mit 187 Punkten stehend sicherte er sich das zweite von drei Schweizer Finaltickets. Nebst Saillien und Wickihalder durfte auch Daniel Zürcher (581) nochmals ran. Im Final mussten Wickihalder’s Teamkollegen frühzeitig die Segel streichen, ehe der Glarner nach den 101,3 Kniendpunkten sich mit 104,0 Ringen liegend an die Tabellenspitze schob. Einzig der Italiener Tomaso Roberto und der Österreicher Kiano Waibel konnten mit dem Schweizer mithalten. Roberto musste sich mit Rang drei begnügen, während Wickihalder die Führung im Stehendteil kurzzeitig an Waibel abgeben musste. Mit einem Schlussspurt übernahm er wieder das Zepter und lag vor dem letzten Schuss 0,4 Zähler vor Waibel. Wickihalder rettete sich mit 9,5 zu 9,7 Punkten gegenüber Waibel und gewann mit 353,7 Ringen Gold. Das Schweizer Trio sicherte sich zudem im Teamwettkampf die Silbermedaille hinter Italien und vor Österreich.

Ränge 6 und 8

Beim Luftgewehrmatch war die Konkurrenz schlichtweg zu stark. Der Südglarner schoss im Vorprogramm mit 622,2 Punkten ein beachtliches Ergebnis und qualifizierte sich als Fünfter für den Final der top acht. Im Final gelang ihm der grosse Wurf kein zweites Mal – er schied als Sechster hinter seinem Landsmann Dorian Saillien aus. Auch beim Kleinkaliber-Liegendmatch überzeugte er bis auf die zweite Passe und liess sich 618,3 Ringe notieren. Damit fand er sich in der Mixed-Kategorie von den 35 Gestarteten auf Rang 8. Den Sieg sicherte sich Kiano Waibel mit 623,7 Ringen. Mit dem Team belegte Wickihalder zusammen mit Ekaterina Chenikova und Alina Schmid den 2. Rang hinter Italien und vor Deutschland.