Löhne, einmalige Einnahmen und Abschlüsse

An der heutigen Landratssitzung standen die Löhne der Behördenmitglieder und des Staatspersonals, aber auch die Jahresrechnungen des Kantons sowie der glarnerSach im Fokus. Zudem blickte Emil Küng an seiner letzten Sitzung als Landratspräsident auf sein Amtsjahr zurück.



(Bilder: ehuber)
(Bilder: ehuber)

Lohnverhandlungen finden nicht nur in der Privatwirtschaft, sondern auch bei der Regierung des Kantons Glarus statt. In diesem Fall sind die Partner Regierungs- respektive Landrat. Der Entscheid über die Änderung der Verordnung über die Entlöhnung der Behördenmitglieder sowie des Staats- und Lehrpersonals wurde dabei an der heutigen Landratssitzung gefällt. Ohne Diskussion wurde dabei die Reduktion der Lohnbänder von 6 auf 12 beschlossen sowie eine Erhöhung der Löhne um zwei Prozent als Teuerungsausgleichs. Das Gleiche war auch beim Regierungsrat, sowie den Gerichtspräsidenten unumstritten. Hier fand aber eine automatische Anpassung an die Teuerung keine Mehrheit. Hier wurde der von Jacqueline Jenny im Namen der FDP-Fraktion eingereichte Streichung mit deutlicher Mehrheit zugestimmt. So entscheidet weiterhin der Landrat mindestens alle vier Jahre über eine Lohnanpassung für die zwei Positionen.

Erfreut nahm der gesamte Landrat Kenntnis über den Abschluss der Jahresrechnung 2025 mit einem Plus von 0,7 Millionen. Auf der einen Seite habe hier das Entlastungspacket bereits Wirkung gezeigt, weiterhin sei das Ergebnis von einmaligen oder schwer planbaren Einnahmen wie der Abgabe der Schweizerischen Nationalbank oder der Axpo-Dividende abhängig. Auch mit nicht ausgeführten Investitionen würden diese Kostenpunkte nur in die nächsten Jahre verschoben. Beim Geschäftsbericht der glarnerSach waren weniger die Zahlen von Interesse, obwohl das Unternehmen im Jahr 2025 eine deutlich höhere Gewinnabgabe an den Kanton leisten konnte. Mit Blick auf die Tragödie in Crans Montana stellte sich die Frage, wie die Brandschutzkontrolle auf dem Kantonsgebiet aussehen. Verwaltungsratspräsident Oliver Eugester versicherte das mit vier Präventionsexperten die Kontrollen schon vor dem Ereignis kompetent und regelmässig durchgeführt wurden und werden.

Nachdem bei der Motion «Vereinfachung im Raumplanungs- und Baugesetz: Mehr Effizienz an NUP-Gemeindeversammlung» die Erstreckung sowie die Überweisung des Postulats «Förderung der Digitalisierung in der Steuerverwaltung» genehmigt wurden, stand ein dreifacher Abschied an. So war die heutige Landratssitzung für Rahel N. Isenegger sowie Hans Rudolf Forrer zugleich auch die letzte. Beide wurden mit grossem Applaus aus dem Gremium verabschiedet. Durch die Gesamterneuerungswahlen des Landrats bis Juni kam es zu einem Ereignis, das ebenfalls nur alle vier Jahre stattfindet. Da die konstituierende Sitzung vom Landammann eröffnet wird, hat auch Emil Küng an diesem Mittwoch seine letzte Sitzung im Amt des Landratspräsidenten. Das Präsidenten-Jahr habe im sehr viele unvergessliche Erinnerungen beschert, ganz besonders bereichernd empfand er, dass er an vielen Anlässen teilnehmen durfte und so mit zahlreichen Vereinen, Institutionen und vor allem vielen Menschen in Kontakt kam.