Seit 2001 werden diese Messungen innerhalb von OSTLUFT, dem Zusammenschluss der Ostschweizer Luftreinhaltefachstellen, durchgeführt. Die Messresultate der ständigen OSTLUFT-Messstationen und auch die Jahresmittelwerte der Passivsammler-Messungen sind unter www.ostluft.ch jederzeit einsehbar.
Im Kanton Glarus wurde im Jahr 2009 an 11 Messstandorten Stickstoffdioxid (NO2) gemessen, nämlich: Glarus Hauptstrasse und Buchholz, Niederurnen-Suterwies A3, Näfels-Mühle und Ennenda – Kirchweg und einmalig in diesem Jahr Näfels Rautifeld, Näfels Hauptstrasse (Wydenhof), Näfels beim Bahnhof, Netstal Rietacker, in Linthal beim Gemeindehaus und im Tierfehd.
In der Luftreinhalteverordnung (LRV) ist für das Reizgas Stickstoffdioxid ein Grenzwert von 30 mg/m3 festgeschrieben, der im Jahresmittel nicht überschritten werden darf. Neben dem Ausstoss an Schadstoffen hat auch das Wetter, vor allem im Winter, einen massgebenden Einfluss auf die Konzentrationen: ein milder Winter kann das Jahresmittel deutlich vermindern, ein kalter Winter stark erhöhen. Die Hauptproduzenten für Stickoxide sind der Verkehr, besonders Dieselfahrzeuge sowie die Feuerungen und die Industrie.
Im Jahre 2009 wurden bei allen Glarner Standorten ähnliche, hohe Konzentrationen wie im Vorjahr gemessen. Der Grenzwert wurde in Glarus-Hauptstrasse mit 36 mg/m3 (Vorjahr 37 mg/m3) deutlich überschritten.
Die Messwerte in Näfels (Mühle) 32 mg/m3 (Vorjahr 27) und an der Näfelser Hauptstrasse (Wydenhof) 31mg/m3 lagen im Bereich des Grenzwertes.
Bei den übrigen Standorten lagen die Messwerte 2009 unterhalb des Grenzwertes, wenngleich zum Teil knapp (in Klammer Vergleichswerte des letzten Messjahres): Niederurnen Suterwies A3 28 mg/m3 (2008: 29), Ennenda – Kirchweg 22 mg/m3 (2008: 23), Glarus Buchholz 19 mg/m3 (Vorjahr 2008: 19), Näfels Rautifeld 15 mg/m3, Näfels beim Bahnhof 20 mg/m3, Netstal Rietacker 13 mg/m3, Linthal Gemeindehaus 11 mg/m3 und Tierfehd 19 mg/m3.
Die langjährige Entwicklung in Glarus zeigt leider noch keinen sichtbaren abnehmenden Trend. Der Grenzwert wird im Nahbereich der Hauptverkehrsachsen in den Dorfkernen von Glarus bis Näfels in absehbarer Zukunft weiterhin überschritten werden. Zusätzliche Luftreinhaltemassnahmen sind darum nach wie vor nötig, um die Grenzwerte einhalten zu können.
Gesamter Gemeinderat Glarus kandidiert für die neue Amtsperiode



