Machbarkeitsstudie zur Senkung des CO2-Ausstosses wird finanziell unterstützt

In der Kehrichtverbrennnungsanlage Linth soll CO2 direkt aus dem Abgasstrom zurückgewonnen werden. Aus dem Energiefonds wird eine Machbarkeitsstudie mitfinanziert.



Unter dem Fachbegriff Carbon Capture and Utilization/Storage wird die Abscheidung und Nutzung oder Lagerung von CO2 aus der Luft oder Abgasreinigungsanlagen verstanden. Das Potenzial zur direkten Abscheidung von Kohlendioxid aus dem Abgasstrom liegt bei der Kehrrichtverbrennungsanlage (KVA) Linth bei jährlich bis zu 100 000 Tonnen. Würde die gesamte Menge an CO2 zurückgewonnen werden, könnte damit die KVA Linth den CO2-Ausstoss des Kantons Glarus stark reduzieren.

Für die weitere Ausarbeitung hat die KVA Linth, zusammen mit dem Verband der Betreiber der Schweizerischen Abfallverwertungsanlagen VBSA und der Eidgenössischen Technischen Hochschule ETH, ein von Innosuisse gefördertes Projekt lanciert. Während sich der VBSA und die ETH vor allem um Fragen der Logistik, Nutzung und Lagerung auseinandersetzen, befasst sich die KVA Linth mit der Frage der technischen Machbarkeit und der Kosten für das Carbon Capture in Niederurnen.

Finanzielle Unterstützung aus dem Energiefonds

Für die weitere Planung und auch die spätere Umsetzung des Projekts ist eine Machbarkeitsstudie vorgesehen. Die externen Kosten der Machbarkeitsstudie für Planungsbüro und weitere Akteure werden ungefähr 150 000 Franken betragen. Die Eigenleistungen der KVA Linth belaufen sich auf 100 000 Franken.

Der Regierungsrat unterstützt die Umsetzung dieser Machbarkeitsstudie mit einem Beitrag von 30 000 Franken. Der Beitrag wird vollumfänglich durch den Energiefonds finanziert.