Macher mit Herz treten ab

Nach 12 Jahren als Verbands-Präsident (VSSM) gibt Alex Abart seinen Posten ab. Sein Nachfolger wird Thomas Seliner, Mollis. Manuela Wick, Ermenswil, tritt im Vorstand die Nachfolge von Walter Rüegg (ÜK-Obmann) an. Der restliche Vorstand wird an der GV im Zirkus Mugg in Betschwanden für eine weitere Amtszeit von vier Jahren bestätigt. Das Frauenprogramm bot einen Einblick hinter die Kulissen der Zirkuswelt.



Die beiden Abtretenden: Alex Abart (links) und Walter Rüegg (rechts) mit dem neuen Präsidenten Thomas Seliner. (Bilder: willi baumgartner)
Die beiden Abtretenden: Alex Abart (links) und Walter Rüegg (rechts) mit dem neuen Präsidenten Thomas Seliner. (Bilder: willi baumgartner)

«Hölzige» ist die Bezeichnung für Menschen, die wie Zimmerleute oder Schreiner beruflich mit Holz zu tu haben. Diese wiederum sind zusammengefasst im Verband Schweizerischer Schreinermeister und Möbelfabrikanten – dem Branchenverband für das Schreinergewerbe in der deutschen und italienischen Schweiz. Dieser fördert die fachlichen, wirtschaftlichen und politischen Interessen der Schreinerbranche. Der im Jahr 1887 gegründet Verband repräsentiert heute als Arbeitgeberverband rund 2100 Schreinereien und umfasst 21 Sektionen. Eine davon ist die Sektion Thur-Linth mit ihren 79 Mitgliedsbetrieben, 4 Einzelmitgliedern und 22 Altmeistern.

Ein bewegtes wie erfolgreiches Jahr

«Handwerk hat goldenen Boden. Das gilt auch für die rasante Entwicklung in einem anspruchsvollen Markt mit grosser Nachhaltigkeit», so Präsident Alex Abart, welcher seine letzte Versammlung souverän und mit Witz leitete. «Gleichzeitig mit der konstruktiven Zusammenarbeit innerhalb der Sektionen war auch die Auftragslage in unserer Region sehr erfreulich. Viele Betriebe konnten von der hohen Nachfrage profitieren. Aber die herausfordernden Zeiten mit dem grossen Fachkräftemangel und die fortschreitende Digitalisierung durch den ganzen Produktionsprozess bleiben».

Auch im Bereich Ausbildung und Nachwuchs war es ein Jahr der Spitzenleistungen. Das zeigte sich beim Erfolg der Lernenden. Bei der Abschlussfeier in Ziegelbrücke im 2025 durften elf Absolventinnen und Absolventen ihr EFZ entgegennehmen, darunter sieben mit einem Notendurchschnitt von 5,0 und höher. Dafür durften sie das «hölzige Diplom» und einen Akkuschrauber entgegennehmen.

Geschäfte fanden einhellig Zustimmung

Präsidialbericht, Kassen- und Revisorenbericht, Bericht der GPK und der ÜK-Kurse fanden ebenso ohne Wortbegehren Zustimmung wie das Veranstaltungsprogramm.

Thomas Seliner als neuer Präsident und auch die abwesende Manuela Wick, Geschäftsführerin der Kurt Lämmler GmbH in Ermenswil, wurden mit einem Landammannen-Mehr gewählt.

Hanspeter Künzler vom Zentralausschuss brachte News von der Front und den VSSM-Dach- und Mitgliederkampagnen für einen weiterhin sehr attraktiven Beruf: «Die Schreiner – Ihre Macher».

Ein lachendes und ein weinendes Auge

Mehr zu reden gaben aber dann die Ehrungen und Verabschiedungen.

«12 Jahre als Präsident waren für mich eine Herzensangelegenheit und eine grosse Herausforderung, mit allen das Schreinerhandwerk weiterzubringen. Ohne Vertrauen und Loyalität wäre das nicht möglich gewesen. Dafür blicke ich dankbar und mit etwas Wehmut zurück und erinnere mich auch gerne an die vielen spannenden Gespräche», so Alex Abart.

Lösungsorientiert, zielstrebig und immer für die Sache eingestanden, so charakterisierte Zentralpräsident VSSM, Jürg Rothenbühler (Lauperswil, BE), die Zusammenarbeit mit Alex Abart. Gespannt zeigt er sich im Hinblick aufs ESAF 2027 im Berner Oberland, was die «Hölzigen» dort zu Stande bringen. Mit Muni Max liegt die Messlatte schon recht hoch.

Sogar 27 Jahre im Vorstand mit dabei war Walter Rüegg, Goldingen als Gründungsmitglied der Sektion. Als ÜK-Obmann war er für den Aufbau, Organisation und Führung des Kurswesens mit einer spannenden Aufgabe unterwegs. Seine ruhige, gewissenhafte Arbeit im Hintergrund wurde vom neuen Präsidenten entsprechend gewürdigt.

Muni Max nicht nur ein Publikumsmagnet, er bringt auch Kohle

Hansruedi Hauser als OK-Mitglied ESAF 2025 ist stolz auf die Holzbranche und die Lösung, zu der auch viele Lehrlinge in ihren Betrieben beigetragen haben.

Humorvoll und mit erstaunlichen Zahlen bringt das auch Thomas Tschudi den Anwesenden nochmals vor Augen. 246 Unternehmen mit 900 Berufstätigen (davon über 500 Lernende) waren Teil der Holzvision mit einem Budget von Fr. 3,6 Mio. 1427 redaktionelle Beiträge wurden über Muni Max veröffentlicht (d.h. jeder Schweizer wurde 3 Mal damit konfrontiert). Und schlussendlich waren über Print-/Online-Kanäle 31,1 Mio. Kontakte zu verzeichnen. Die «Hölzigen» haben geliefert! Im Projektkässeli bleibt schlussendlich der stolze Betrag von Fr. 160 000.–, welcher nun unterstützend für Innovationen und neue Projekte eingesetzt wird.

Bevor es zum Abendessen in Mugg’s Varietezelt ging, blieb beim Apéro genügend Zeit zum Fachsimpeln.