«Manchmal muss man Risiken eingehen»

Am letzten Donnerstag konnten 73 Schülerinnen und Schüler der KBS Glarus ihr Abschlusszeugnis in Empfang nehmen. Referent Robert Pavlovic betonte, dass sich die Jugendlichen diesen Erfolg selber erarbeitet haben und dass nun vieles auf sie wartet, teilweise lohne es sich auch Risiken zu wagen.



«Manchmal muss man Risiken eingehen»

«Ich sehe viele strahlende stolze junge Menschen», meinte Regierungsrat Kaspar Becker an der Abschlussfeier der KBS Glarus am letzten Donnerstag in der Aula der Kantonsschule Glarus. 80 Jugendliche haben in diesem Jahr am Qualitätsverfahren für das KV und dem Detailhandel teilgenommen; 73 von ihnen konnten jetzt den verdienten Lohn für ihre harte Arbeit in Empfang nehmen. «Sie haben Durchhaltevermögen gezeigt und sind an Herausforderungen gewachsen», führte Robert Pavlovic, Mitglied der Geschäftsleitung Raiffeisenbank Glarnerland, weiter aus. Dies seien beste Voraussetzungen für das weitere Berufsleben. «Der heutige Abend ist ein Moment des Triumphes aber auch des Abschieds.» Nicht nur verlassen sie das Gebäude am Zaunplatz, einige langjährige Schulkameraden würde man selten oder kaum mehr sehen. Andere Freundschaften, die hier an der KBS geschlossen wurden, halten ein Leben lang. «Vieles in Ihrer Zukunft ist noch ungewissen, seien Sie optimistisch und vor allem mutig. Gewisse Risiken sind es wert eingegangen zu werden.»

Auch Rektorin Regula Tanner betonte, dass noch viele Premieren für die junge Menschen bereitstehen. «Sei es der Wechsel in ein neues Unternehmen, Weiterbildungen, von Veränderungen im privaten Bereich ganz zu schweigen.»

In den 73 Gesichter sah Prüfungsleiterin Claudia Büsser nicht nur Stolz, sondern auch Erleichterung. «Wir haben Ihnen in den letzten Wochen sicher viel abverlangt, Sie haben die Aufgaben aber mit Bravour geleistet.» Neun Absolventinnen und Absolventen sogar mit einem Notendurchschnitt von 5,3 und höher. Diese herausragende Leistung wurde von der Schule, den Detaillisten des Kantons Glarus und der Glarner Kantonalbank mit einem besonderen Präsent gewürdigt; ebenso die beiden besten Abschlüsse der Berufsmatura BM1 und BM2.

Für einmal herrschte an einer Abschlussfeier der KBS nicht nur ungetrübte Freude, denn in diesem Jahr blieb ein Platz in der Aula der Kantonsschule Glarus leer. Alle Redner erinnerten und würdigten sichtbar emotional, den im letzten Winter überraschend verstorben Alexander Franceschini. Nicht nur hat er selber als Prüfungsleiter in vielen Jahren zahlreiche Jugendliche durch das Qualitätsverfahren geführt, für Schulleitung, Regierungsrat, Lehrerteam und Schülerinnen und Schüler wird er als passionierte Lehrperson und als «einfach guten und liebenswerten Menschen» in Erinnerung bleiben.