Auch in diesem Frühling war die Schweizer Eishockey Nationalmannschaft ganz nah dran am Gewinn der Weltmeisterschaft; und zum vierten Mal reichte es am Schluss «nur» für Silber. «Trotzdem ist es nicht selbstverständlich, dass sich die Schweiz über einen solchen Zeitraum an der Weltspitze hält», meinte Rolf Widmer bei der Begrüssung am Kundenanlass der Glarner Kantonalbank am letzten Mittwoch auf dem ESAF-Gelände. «Ein wichtiger Faktor dabei ist sicher Patrick Fischer als Trainer.»
Dass man mit immer wieder neuen Spielern diese Konstanz halten kann, habe viel mit dem Team-Spirit zu tun, betonte Fischer im Anschluss in seinem Referat. Auf der einen Seite sei hier das Verhalten der Spieler sehr wichtig. «Und das gerade von den NHL-Stars und den Spielern, die wohl am ganzen Turnier nicht zum Einsatz kommen werden.» Gerade diese sollen sich nichts erlauben dürfen, sondern den Stolz zeigen mit dem Schweizer Kreuz auf der Brust auflaufen zu dürfen. «Jeder Einsatz für die Nati ist ein Geschenk und eine Ehre.» Auf der Trainerseite ist es wichtig, dass offen und ehrlich kommuniziert wird, damit die Spieler wissen, wo sie stehen, und dass man ihnen Vertrauen schenkt. «Ausserdem soll man zu Mut und Kreativität animieren.» Und gerade hier könne der Kopf im Weg stehen, wenn man zu viel überlegt, was schiefgehen könnte. So lernten die Spieler zusammen mit einem Zen-Mönch wie auf der einen Seite, das Gehirn abgestellt werden kann, aber auch durch mentale Stärke der Körper überlistet werden kann. Damit habe man den «Viertelfinal-Fluch brechen können. «Wir waren da meistens der Favorit. Und der Favorit hat oft Angst zu verlieren.» Diesen Druck konnte die «Nati» nun seit geraumer Zeit abstellen, nur im Final hat es bisher nicht funktioniert. «Hier müssen wir wohl einen neuen Trick finden.»
Positiv findet es Fischer aber, dass die Spieler die Silber-Medaille während der gesamten Zeremonie nicht abgenommen haben. «Das ist ein Zeichen von Respekt; dem Gegner aber auch dem Veranstalter gegenüber.»
Dieses Verhalten sei auch wichtig als Vorbild für viele Kinder und Jugendliche. Und dieses Verhalten und der Respekt auch gegen den Gegner ist sicher auch bei den Schwingern erkennbar.
Im Anschluss an das Referat konnten die Gäste die eindrückliche Schwing-Arena besichtigen, bevor es zum kulinarischen und musikalischen Ausklang ins Glarnerland-Zelt ging.






























