Durch die Wahl des bisherigen Polizeikommandanten Daniel Anrig als Kommandant der Schweizer Garde in Rom, musste die Stelle neu besetzt werden. Insgesamt dreizehn Kandidaten haben sich um die Nachfolge von Anrig beworben, davon gelangten sieben in die engere Wahl. Dies bestätigte Regierungsrat Dr. Andrea Bettiga, Departementchef Sicherheit und Justiz, anlässlich einer kurzfristig einberufenen Presseorientierung.
Ein Glücksfall
Nach eingehender Beurteilung der Bewerbungen wurde gestern Dienstag, 28. Oktober, dem Regierungsrat Markus Denzler zur Wahl vorgeschlagen. Denzler war unter anderem von 1995 bis 2001 bereits Chef der Kriminalpolizei des Kantons Glarus und seit dem Jahr 2002 Leiter des Verhöramtes. Denzler ist auch Chef des Militärgerichtes 5 und bekleidet den Rang eines Oberst. Er hat Rechtswissenschaft studiert und das Anwaltspatent erworben. Aufgrund seiner bisherigen Tätigkeiten kennt er den Kanton Glarus bestens und ist vertraut mit den Behördenstrukturen. Seine gute Ausbildung, aber vor allem auch seine langjährige Tätigkeit im polizeilichen Umfeld haben entscheidend zu seiner Wahl beigetragen. „Für mich ist die Wahl von Markus Denzler ein Glücksfall und ich freue mich auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit“ betonte Bettiga bei der Präsentation des neuen Polizeikommandanten.
Polizeikorps bereits informiert
Noch vor der Information an die Presse haben Bettiga und Denzler das Polizeikorps über die Wahl informiert. Die Nachricht wurde durchwegs positiv aufgenommen, kennen doch viel der zukünftigen Mitarbeiter den neuen Chef noch aus seiner früheren Tätigkeit als Chef der Kriminalpolizei. „Ich freue mich über die gute Aufnahme und ich hoffe die in mich gesetzten Erwartungen zu erfüllen.“ Der neugewählte Kommandant bestätige in diesem Zusammenhang, dass der die Stelle erst am 1. Mai 2009 antreten werde, da er erst nach einer Kündigungsfrist von sechs Monaten wechseln kann. Da Anrig bereits Ende November aus dem Amt austritt, wird das Polizeikorps ab Dezember interimistisch durch den Kommandanten-Stellvertreter Oblt. Kurt Feuz geleitet. Es werden in der Übergangszeit sicher laufend Gespräche und ein ständiger Informationsaustausch stattfinden. Denzler betonte, dass er sich als Praktiker fühle der gerne an der Front arbeitet. Das Korps steht heute sehr gut da und er beabsichtige eine Konsolidierung und ein Weiterführen der bisherigen Arbeiten.




