Von der Antike über Traubenzucker und Sizilien bis in den Weltraum

Am vergangenen Samstag wurden die besten Maturaarbeiten prämiert und den zahlreichen Zuschauern kurz präsentiert. Die vier Arbeiten zeigten dabei auch das grosse Spektrum des ersten wissenschaftlichen Schaffens der Kantonsschüler/-innen.




Vielleicht ist es der erste kleine Schritt einer wissenschaftlichen oder akademischen Laufbahn, ganz sicher ein grosser Schritt hin zur Mittleren Reife. Im Dezember mussten die diesjährigen Maturandinnen und Maturanden ihre Arbeiten zur Benotung abgeben. Während eines halben Jahres haben sie sich intensiv um ein selbstgewähltes Thema beschäftigt und ihre Erfahrungen und Ergebnisse zu Papier gebracht. Ihre Arbeit musste dabei aber auch wissenschaftlichen Kriterien in den dazugehörigen akademischen Disziplinen genügen, wofür die Begleiter im Verlauf immer wieder ein Auge geworfen haben. Das Niveau der 46 Arbeiten an der Kantonsschule Glarus sei auch im nationalen Vergleich sehr hoch, meinte Rektor Peter Aebli, zu Beginn der Prämierung der besten Arbeiten am letzten Samstag in der Aula. Dabei gibt es aber immer auch Jugendliche, welche in ihrer Benotung nicht ihre eigene Erwartung widergespiegelt sehen. «Das ist sicher nicht einfach. Vor allem da sich auch die Eltern, Freunde und vielleicht zusätzliche Berater sich für das Abschneiden interessieren.» Hier sei es aber wichtig, dass man die erste Enttäuschung wegstecken und die Erfahrungen für die Zukunft mitnehmen kann. Anschliessend wurden die vier besten Arbeiten, welche auch eine Auszeichnung und einen Büchergutschein erhielten, kurz präsentiert. Eva Riegendinger verglich hier den Mythos des Däedalus in den Metamorphosen Ovids mit der Darstellung in der Jugendbuchreihe Percy Jackson. Marco Bühler beschäftigte sich in seiner Arbeit mit der Photosynthese und der Glukose. Maria Cianciuolo interpretierte die Einflüsse der hierarchischen Struktur im italienischen Roman «I Malavoglia». Christopher Golling beschäftigte sich mit der Deep Sky Astrophotografie und installierte hierbei gleich ein neues Kamerasystem an der Sternwarte auf dem Dach der Kantonsschule und gleich noch eine Fernsteuerung und eine Webcam. Ausserdem plane er zusammen mit der Astrologischen Gesellschaft Glarus den Aufbau einer Jugendgruppe. Dies ein Beispiel wie sich immer wieder aus den Maturaarbeiten weitere Projekte ergeben können.