Medienmitteilung der Grünen des Kantons Glarus

Grünes Ja zur Zersiedelungsinitiative. Die Grünen des Kantons Glarus haben einstimmig die Ja-Parole zur Zersiedelungsinitiative beschlossen. Denn es braucht dringend einen nachhaltigeren und vor allem haushälterischen Umgang mit dem raren Gut «Boden» schweizweit und auch im Glarnerland.



Denn auch bei uns wird das unbebaute Land im Talboden langsam, aber sicher knapp. Momentan wird nämlich schweizweit pro Tag eine Fläche im Umfang von acht Fussballfeldern überbaut, jede Sekunde ein Quadratmeter. Und dies trotz allen raumplanerischen Gesetzen.

Zwar geht das 2013 angenommene Raumplanungsgesetz bereits einen Schritt in die richtige Richtung, aber der allein reicht noch nicht. Darum verlangt die Initiative, dass in Zukunft nur noch dann neue Bauzonen entstehen dürfen, wenn andernorts eine gleichgrosse Fläche ausgezont wird. Nur so kann verhindert werden, dass die Schweiz längerfristig zubetoniert wird. Mit dem jetzigen Raumplanungsgesetz nämlich wird belohnt, wer viel baut: Werden die auf 15 Jahre angelegten Baureserven ausgeschöpft, kann danach recht einfach neu eingezont werden. Dies gilt es zu verhindern.

Zusätzlich fördert die Initiative Massnahmen für nachhaltige Formen des Wohnens und Arbeitens. Und auch das Bauen ausserhalb der Bauzonen wird strengen Regeln unterworfen: Nur was in öffentlichem Interesse ist oder für eine bodenabhängige Landwirtschaft nötig ist, darf gebaut werden. Damit wird die verfügbare Fläche besser genutzt und die Verdichtung nach Innen auch wirklich umgesetzt. Wie nötig das ist, macht ein Blick auf die vergangenen Jahrzehnte deutlich: Zwischen 1985 und 2009 ist die Siedlungsfläche in der Schweiz im Vergleich zum Bevölkerungswachstum um das Zweieinhalbfache gewachsen. Das Hauptproblem ist somit nicht, dass wir bauen, sondern wie und wo wir bauen; hier setzt die Initiative an, auch zum Schutz des landwirtschaftlich genutzten Bodens.

Boden ist in der Schweiz ein knappes Gut, das es für nachkommende Generationen zu bewahren gilt: Darum braucht es die Initiative der Jungen Grünen.