Die Technischen Betriebe Glarus (tb.glarus) senken für das Tarifjahr 2026 ihre Strompreise um durchschnittlich 5% und vereinfachen die Preisstruktur bei der Netznutzung. Nach der bereits erfolgten Preissenkung von 8% im Jahr 2025 profitieren die Kundinnen und Kunden somit zum zweiten Mal in Folge von günstigeren Stromtarifen. Die neue Preisgestaltung wird zudem den Vorgaben des revidierten Stromversorgungsgesetzes (StromVG) und Energiegesetzes (EnG) angepasst.
Netznutzung und Messung
Trotz Investitionen in die Netzinfrastruktur sinken die Netzpreise. Möglich wird dies dank des neuen Batteriesystems in Netstal, welches Lastspitzen abfedert. Ein entscheidender Schritt erfolgt mit der Abschaffung des Hochtarifs: Ab 2026 gilt ein einheitlicher Arbeitspreis, wodurch die Stromrechnung transparenter und verständlicher wird. Zudem schreibt das StromVG vor, dass Messkosten künftig separat ausgewiesen werden.
Energiepreise und Rücklieferung
Durch eine optimierte Beschaffungsstrategie und den Ausbau von Solaranlagen können die Energiepreise gesenkt werden. Ab 2026 wird die Rückliefervergütung schweizweit harmonisiert und quartalsweise nach Marktpreis berechnet. Für kleinere Anlagen gelten gesetzliche Mindestvergütungen.
Mehr Anreize für Eigenproduktion
Da die Einspeisevergütungen sinken, gewinnt der Eigenverbrauch von Solarstrom an Bedeutung. Mit der neuen Preisstruktur werden Eigenproduktion und innovative Zusammenschluss-Modelle wie LEG oder vZEV aktiv gefördert. Die vereinfachte Tarifgestaltung erleichtert die gemeinsame Nutzung und Abrechnung von lokal erzeugtem Strom.
Stabile Abgaben
Die gesetzlichen Abgaben bleiben weitgehend stabil. Geringfügige Anpassungen ergeben sich bei Systemdienstleistungen, Wasserreserve und einer neuen Abgabe zur Finanzierung von Netzverstärkungen.
Fazit
Die tb.glarus setzen mit den erneuten Preissenkungen, der Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben und der Förderung von Eigenverbrauch und Solarstrom ein klares Zeichen für Versorgungssicherheit, Transparenz und Nachhaltigkeit.




