Medienmitteilung von LinthGegenwind

Die von der SAK vorgelegten Untersuchungsergebnisse bestätigen: Bilten ist als Standort für Windkraftanlagen nicht geeignet. Es hat zu wenig Platz, zu wenig Wind, die Landschaft wird verschandelt und die Region entwertet.




Die Befürworter des Windkraftprojektes wie z. B. der Verein Energieallianz Linth argumentieren rein politisch-ideologisch. Das Projekt muss aber wie jedes andere einer konkreten, sachlichen und umfassenden Interessensabwägung unterzogen werden. 

Der Nutzen des Projektes besteht in einem bescheidenen und wetterabhängigem Stromertrag. Er liegt in der Grössenordnung eines Kleinwasserkraftwerkes oder eines Drittels der KVA Linth. Das Projekt hat aber die Dimensionen und Auswirkungen eines Grossprojektes. Die fünf Generatoren sind 200 Meter hoch, das ist zweimal die Höhe des Kamins der KVA Linth und höher als der Benkner Büchel. Aufgrund des schwachen Windes von nur 5,0 – 5,3 m/s ist das Projekt völlig unwirtschaftlich. Die SAK hat keine Förderungszusage. Gemäss unserem Wirtschaftlichkeitsgutachten drohen Verluste bis 90 Mio. Franken über die gesamte Lebensdauer von 20 Jahren. 

Bei den Nachteilen sind vor allem die negativen Emissionen anzuführen. Lärm ist gesundheitsschädlich. Bezüglich Lärm haben die Untersuchungen der SAK ergeben, dass die zulässigen Grenzwerte an zwei Orten geringfügig überschritten würden. Unser eigenes Gutachten hat ergeben, dass die Grenzwerte an zahlreichen Orten und massiv überschritten werden und das Projekt aus Sicht Lärmschutz nicht umweltverträglich und nicht genehmigungsfähig ist. 

Der psychisch belastende Schattenwurf betrifft in unterschiedlichem Ausmass den grössten Teil von Bilten. An 10 Orten wird die maximal zulässige Dauer überschritten. 

Die Windturbinen müssten aus folgenden Gründen abgestellt werden: 1. Lärm, 2. Schattenwurf, 3. Eiswurf, 4. Vögel und 5. Fledermäuse. Was soll man von einem Kraftwerk mit so vielen Abschaltungen halten und wer soll und kann das kontrollieren? 

Die Windräder verschandeln weithin sichtbar die Landschaft und sind schlecht für die ganze Region. Die Attraktivität nimmt stark ab. Erste Fälle sind bereits bekannt geworden, wo Hauskäufer abgeschreckt und Bauprojekte gestoppt wurden. 

Ein Wort noch an unsere Landräte: Der Kanton und nicht die Gemeinde entscheidet darüber, ob ein Windpark in dem Gebiet gewollt ist oder nicht. Die Gemeinde ist an den Richtplan gebunden und kann nur noch prüfen, ob die Vorschriften eingehalten werden. Wer also gegen den Windpark ist, der muss am 24. April auch für den Regierungsrat stimmen. Es geht um die Zukunft unseres geliebten Glarnerlandes!