Mehr Solidarität im eigenen Kanton und in unserem Land!

Mit Kopfschütteln habe ich von der Erdbebenhilfe unseres Kantons an das über 8000 km entfernte Kolumbien Kenntnis genommen. Klar, hier handle es sich bei den 10 000 Franken um eine fondsgebundene Spende, werden Fachleute sagen. Und nur als ehemaliger Handwerker und Polizist könne ich da sowieso nicht mitreden, denken gebildete Personen.



Mehr Solidarität im eigenen Kanton und in unserem Land!

Ich frage, hätten es bei uns einige nicht nötiger unterstützt zu werden? Oder wenn ich denke, dass die Schweiz seit Beginn des Krieges in Osteuropa über 6 Milliarden Franken in die Ukraine geschickt hat. Das schweizerische Flachland hatte heuer einen sehr trockenen Sommer. Wir im Glarnerland waren im Ganzen gesehen glücklicherweise davon fast nicht betroffen. Man hätte doch 10 000 Franken an eine Unterländer Gemeinde in einem anderen Kanton, die eine starke Dürre zu beklagen hatte und uns früher in irgendeiner Form unterstützte, zum Beispiel für ein Wasserversorgungs-Projekt schicken dürfen. Klar, dies wäre nur eine minime Spende, aber ein Zeichen der Solidarität. Von den Spenden an die Wagenrunse-Verbauung in Schwanden haben wir doch auch aus der ganzen Schweiz Spenden erhalten. Und vom Ausland? Bei uns leben viele betagte Personen, auch welche, die tagein, tagaus streng arbeiten, würden sich auf ein paar Franken weniger Steuern freuen. In der Schweiz streiten sich die politischen Parteien immer noch um die Finanzierung der 13. AHV-Rente. Bei uns im Kanton Glarus sind alle Berg- und Sportbahnen nicht auf Rosen gebettet. Es geht hier nicht nur um Braunwald, sondern auch um alle übrigen. Die Schwimmbäder in Glarus und das Seebad Kerenzen in Mühlehorn nähmen auch ein paar Franken. Leider sind bei uns von den Gemeinden die Benützungsgebühren der öffentlichen Gebäude für die Vereine erhöht worden. Unsere Jugendlichen, die Sport betreiben oder gesellschaftliche Anlässe durchführen, kommen erwiesenermassen mit dem Gesetz weniger in Konflikt. Es gäbe noch viele Beispiele, deshalb bin ich für mehr Solidarität im eigenen Kanton und in der Schweiz.