Mehr Teilnehmer und ein Maximum

Das Feldschiessen vom vergangenen Wochenende im Glarnerland verzeichnete eine kleine Teilnehmer-Zunahme. Ingesamt 1302 Schützinnen und Schützen - im Alter zwischen zehn und 88 Jahren - nahmen, bei guten Bedingungen, teil. Der Luchsinger Feldschütze Christoph Kamber schoss das Maximum von 72 Punkten, also 18 Vierer auf die B-Scheibe.



Jakob Albrecht hat im Schiessstand Wichlen sein Programm zu Ende gebracht. Er schoss zwischen den für Wichlen charakteristischen senkrechten Blenden hindurch. Bild Jann Etter
Jakob Albrecht hat im Schiessstand Wichlen sein Programm zu Ende gebracht. Er schoss zwischen den für Wichlen charakteristischen senkrechten Blenden hindurch. Bild Jann Etter

Bei der Gewehrschützen (total 1037) gab es einen kleinen Rückgang von neun, der aber mit einer Zunahme von 19 (total 265) Pistolenschützen mehr als wettgemacht wurde.

In etlichen weitern Kantonen nahm die Beteiligung zu. Gesamtschweizerische waren es gut 143 000 Teilnehmer, davon rund 32 500 Pistolenschützen, deren Zahl in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen hat. Das Feldschiessen bleibt also nach wie vor das grösste Schützenfest auf der Welt.

69,4 Prozent Gewehr- und 57,6 Pistolen-Kränze

Die Kranzquote war im Glarnerland hoch. 720 der 1037 Gewehrschützinnen und Schützen erreichten ein Kranzresultat (69,4 Prozent), bei den Pistolenschützen waren es 57,6 Prozent (152 von 265).

Bester Gewehrschütze (mit dem Karabiner!) war Christoph Kamber, Feld Luchsingen, mit dem Maximum. Gleich drei erreichten 71 Punkte, nämlich zwei Damen (Elisabeth Zwicky, Niederurnen-Stand, und Martina Elmer, Linthal-Auen) sowie Martin Sigrist, Niederurnen-Stand. Es folgten mit 70 Punkten der beste Junior, Emil Rüegg, Leuggelbach, und der beste Veteran, Rolf Lehmann, Jahrgang 42, Luchsingen; und gleichviel wie der Vater schoss auf Rolf Lehmann, Jahrgang 70. Weitere „70er“ waren Franz Hunold, Näfels, Mathias Vögeli, Linthal Militär, und Cornelia Hefti, Luchsingen.

Beste Seniorveteranen (ab 70 Altersjahren) waren mit 68 Punkten Ernst Gnos, Luchsingen-Feld alias Schwanden, und Hans Glarner, Linthal-Auen. Bei den Jugendlichen dominierten mit je 63 Punkten Tamara Zimmermann und Severin Rhyner, beide Mitlödi. Jüngster Teilnehmer war der zehnjährige Simon Gerber, Leuggelbach: als jüngste Kranzschützen glänzten in dieser Kategorie die elfjährigen Christian Pianta, Mollis, und Julian Bellwald, Näfels. Kurt Meyer, Jahrgang 1920, Linthal-Auen war der älteste Teilnehmer.

Stefan Büsser, Mollis, dominierte mit 179 Punkten, also nur ein Punkt unter dem Maximum, die Pistolenschützen, gefolgt vom besten Veteranen Franz Michel, Ennenda, und Joe Groner, Glarus-Stadt (je 176). Bester Senior-Veteran war Hanspeter Zweifel, Glarus-Stadt, beste Junioren Roman Linder, Glarus G+P, undThomas Blum, Niederurnen Pistolenclub, und bester Jugendlicher Lukas Hauser, Glarus G+P. Der 85-jährige Adolf Broder, Mollis war der älteste, der 13-jährige Simon Linder der jüngste Teilnehmer

Mit der Pistole wird entweder auf 25 oder 50 Meter geschossen, wobei die 50er Resultate auf 25 Meter umgerechnet werden, damit es nur eine Rangliste gibt. Fritz Leuzinger, Mollis erreichte auf 50 Meter ausgezeichnete 81 Punkte vor Fridolin Kundert, 80. Sie werden in der Ranglist mit je 175 geführt.

Luchsingen und Niederurnen Sektionssieger

Bei den noch 24 Gewehrsektionen siegte Luchsingen Feld vor Linthal-Auen und Linthal-Feld. Stärkeklassen-Sieger wurde die Schützengesellschaft Ennenda, die mit 105 auch am meisten Teilnehmer stellte; Mollis, Luchsingen Feld und Linthal-Militär.

Die Standschützen Niederurnen dominierten bei den Pistolen-Sektionen. Stärklassen-Sieger wurden Mollis und Niederurnen. Am meistern Teilnehmer stellten die den Pistolenwettkampf organisierenden Niederurner Standschützen.