Mehrjahresprogramm für Hochbauten 2017–2021

Der Regierungsrat beantragt dem Landrat das Mehrjahresprogramm für Hochbauten für 2017 zu genehmigen und das Mehrjahresprogramm 2018–2021 zur Kenntnis zu nehmen.




Überblick

Das Mehrjahresprogramm dient als Planungsinstrument für die Erhaltung der kantonalen Hochbauten in den nächsten 25 Jahren. Es wird jedes Jahr überarbeitet und der finanziellen Ausgangslage angepasst. Mit den für die Jahre 2017–2021 eingestellten Mittel kann der durchschnittlich gute Gebäudezustand der kantonalen Hochbauten erhalten und es können aus der Erfolgsrechnung resultierende Rückstände korrigiert werden (nebst dem angedachten Neubau in Ziegelbrücke).

Gemäss der Gebäudesoftware Stratus sind für die Instandhaltung und -setzung 2017 4 339 000 Franken notwendig; budgetiert werden 8 760 000 Franken, davon sind allerdings 1,4 Mio. Franken wertvermehrend (Kauf Eidgenoss und Reitbahn beim Zeughaus und Neubau in Ziegelbrücke). Von 2017 bis 2021 sind ohne Rückstände insgesamt 21 066 000 Franken notwendig. Berücksichtigt man die Budgetierung 2017 und die Finanzplanung 2018–2021, sind derzeit 23 475 000 Franken eingestellt, zuzüglich 15 540 000 Franken für wertvermehrende Investitionen. In den kommenden zehn Jahren genügen gut 5 Mio. Franken pro Jahr, um den guten Zustand zu halten. Ab Mitte der Zwanzigerjahre sind wesentlich höhere Ausgaben erforderlich, so ist in den fünf Jahren 2028–2032 mit gut 6,4 Mio. Franken pro Jahr zu rechnen.

Hochbauprogramm 2017


Liegenschaft Landeskapitalien, Hof Müller in Mollis; 200 000 Franken. (Bilanzkonto)
Beim Stall werden das Welleternit und die Spenglerarbeit ersetzt. Dabei werden weitere Anpassungen an Holzbau, Tor und Fassade gleichzeitig gemacht. Auf den Einsatz einer Fotovoltaikanlage wird verzichtet.

Terrassenhaus beim Spital in Glarus; 1 910 000 Franken (Bilanzkonto)

Das Terrassenhaus wird nach einer Nutzung von 50 Jahren saniert. Die umfangreichen Instandsetzungsarbeiten erfolgen neu in drei unabhängigen Jahresetappen. Dabei werden bereichsweise die ganze Haustechnik saniert und die Fenster ausgewechselt. Die Raumaufteilung wird in eine zeitgemässe Wohnform, ähnlich der Sanierung des Schwestern­hochhauses vor 20 Jahren, überführt. Neu werden 37 Kleinwohnungen unterschiedlicher Grösse zur Verfügung stehen, je mit kleiner Kochnische und WC/Dusche. Bisher gab es 54 Zimmer mit Gemeinschaftsbad und Gemeinschaftsküche. Die Anlage wird energetisch und behindertengerecht saniert. 2017 wird der Trakt Süd saniert.

Neubau Berufsschulareal in Ziegelbrücke; 600 000 Franken
Im Juli 2016 beschloss der Regierungsrat im Grundsatz den Ausbau der Pflegeschule an einem neuen Standort. Die Kreditvorlage soll der Landsgemeinde 2019 vorgelegt werden. Dazu wird 2017 ein Architekturwettbewerb durchgeführt. Das beste Projekt wird ab September 2017 weiterbearbeitet. Dazu wird ein Auftrag für einen Kostenvoranschlag ausgelöst, welcher im Sommer 2018 vorliegen muss. Ein Bezug kann frühestens 2022 erfolgen.

Kantonsschule, allgemein, in Glarus; 500 000 Franken

Es werden die Garderoben saniert. Der Ersatz der Einzelfenster und Türen im Sockelgeschoss im Bereich der Aula, Mediathek und Turnhalle wird mehrheitlich in den Schulferien umgesetzt. Im Rahmen der laufenden Innensanierung sind Teppiche, Beleuchtung und Elektroanlagen zu ersetzen.

Kantonsschule, Sanierung Mensa, in Glarus; 970 000 Franken
Die Mensa wird baulich saniert. Es sind Abbrüche erforderlich. Die Bauarbeiten umfassen Massnahmen an Boden, Wand und Decke. Die Anlagen der Haustechnik (Elektro, Lüftung, Heizung, Kühlung und Sanitär) werden ersetzt und den heutigen Vorschriften angepasst. Die Betriebseinrichtungen sind nicht Bestandteil der baulichen Massnahmen und separat budgetiert.

Rathaus, in Glarus; 100 000 Franken

Es werden im Bereich der Haustechnik die Heizung und die Elektrohauptverteilung saniert sowie die Telefonzentrale zurückgebaut. Nach dem Umzug der Abteilung Informatik in die Liegenschaft Baer werden die Räume der Informatik im Rathaus erneuert.

Liegenschaft Baer, in Glarus; 450 000 Franken

Das Untergeschoss wird saniert und umgebaut. Für die Abteilung Informatik wird eine Werkstatt mit Lagerräumen, ein Sitzungszimmer und ein Schulungsraum eingebaut. Im Erdgeschoss werden in den Büros zusätzliche Verbindungstüren eingebaut.

Asylunterkunft, in Niederurnen; 70 000 Franken

Es werden die Eternitverkleidung im Innenhof und das Badezimmer saniert. Die Staatsrechnung wird dadurch nicht belastet. Der Betrag wird jeweils Ende Jahr über das Konto Asylwesen ausgeglichen.

Asylunterkunft, in Riedern; 800 000 Franken

Der Zeitpunkt der Sanierung der Obergeschosse ist abhängig von der Rechtskraft der Baubewilligung. Wird die Baubewilligung Ende 2016 oder Anfang 2017 rechtskräftig, sind für 2017 die Umbaukosten inkl. der Innensanierung eingestellt. Die Staatsrechnung wird dadurch nicht belastet. Der Betrag wird jeweils Ende Jahr über das Konto Asylwesen ausgeglichen.

Kantonspolizei, in Glarus; 300 000 Franken

Die Sanierung der Innenräume erfolgt unter Betrieb in mehreren Etappen. Teilweise werden die Böden erneuert. Die Wände und Decken werden neu gestrichen. Es wird eine Machbarkeitsstudie für eine neue Einsatzzentrale erstellt.

Zeughaus, in Glarus; 300 000 Franken

Der Lift wird ersetzt. Ein Tank wird neu beschichtet und mit einer neuen Tanksäule versehen. Dabei werden im Bereich der Tankanlage der Belag, die Abschlüsse und die Kanalisation saniert. Die Planung der Sanierung und eines Umbaus der Reitbahn als Variante für eine neue Einsatzzentrale der Kantonspolizei werden ausgelöst.

Zeughaus, Kauf Eidgenoss und Reitbahn, in Glarus; 800 000 Franken

Die beiden Gebäude werden vom Bund nicht mehr benötigt. Beide Gebäude werden seit Längerem durch den Zivilschutz des Kantons genutzt. Die Armasuisse verkauft die beiden Parzellen mit je einem Gebäude dem Kanton. Das Gebäude Reitbahn besitzt Raumreserven. Das Gebäude Eidgenoss wird weiter als ungeheiztes Lagergebäude durch den Zivilschutz genutzt.