Mehrjahresprogramm Hochbauten 2019–2023

Der Regierungsrat beantragt dem Landrat das Mehrjahresprogramm für Hochbauten für 2019 zu genehmigen und für 2020–2023 zur Kenntnis zu nehmen.




Überblick

Das Mehrjahresprogramm dient als Planungsinstrument dem Erhalt der kantonalen Hochbauten in den nächsten 25 Jahren. Nicht Bestandteil des Mehrjahresprogramms sind Beiträge an Investitionen Dritter wie beispielsweise an das Kunsthaus, an die lintharena sgu oder an den Werkhof Biäsche. Es handelt sich dabei nicht um kantonale Bauten, sondern um Bauten im Eigentum Dritter.

Für das Jahr 2019 werden 4 815 000 Franken für die Instandhaltung und die Instandsetzung budgetiert, davon sind allerdings 600 000 Franken wertvermehrend (Wettbewerb Pflegeschule). Gemäss der Gebäudesoftware Stratus sind 2019 für die Instandhaltung und die Instandsetzung 3 599 000 Franken notwendig, d.h. es sind gut 600 000 Franken mehr budgetiert als eigentlich notwendig. Dies hilft Rückstände der vergangenen Jahre abzubauen.

Von 2019 bis 2023 sind insgesamt 22 962 000 Franken notwendig. Berücksichtigt man die Budgetierung 2019 und die Finanzplanung 2020–2023 sind derzeit 20 043 000 Franken eingestellt, zuzüglich 16 590 000 Franken für wertvermehrende Investitionen. In diesen fünf Jahren entsteht ein Rückstand von 2 919 000 Franken zur Vorgabe gemäss Stratus. Mit dem vorliegenden Budget 2019 und dem Finanzplan 2020–2023 sind knapp genügend Mittel eingestellt, um den guten baulichen Zustand zu erhalten.

Hochbauprogramm 2019

Gewerbliche Berufsfachschule in Ziegelbrücke; 250 000 Franken
Im Trakt B müssen diverse Lüftungsanlagen saniert werden. Die derzeitigen Abluftanlagen sind kaum steuerbar, besitzen keine Wärmerückgewinnung und genügen den gesetzlichen Bestimmungen nicht. Die Lüftungsgeräte müssen ersetzt werden, teilweise sind zusätzliche Lüftungskanäle erforderlich.

Neubau Berufsschulareal in Ziegelbrücke; 600 000 Franken
Der Landrat blockierte 2016 die budgetierten Mittel für eine Erweiterung der Schule am Standort Ziegelbrücke. Nach der Klärung des Standortes und der Genehmigung des Raumprogramms muss ein Architekturwettbewerb veranstaltet werden. Im Anschluss sind die Kosten zu ermitteln und die Landsgemeindevorlage ist vorzubereiten. Angestrebt wird, eine Vorlage vor die Landsgemeinde 2021 zu bringen. 600 000 Franken sind der Anteil für das Jahr 2019 des Kredits von 940 000 Franken. Die verbleibenden 340 000 Franken werden 2020 eingestellt.

Kantonsschule, allgemein, Winkelstrasse in Glarus; 500 000 Franken
Die Sanierung des Innenausbaus im Trakt B, inkl. der beiden Hörsäle (Lüftung, Decke), wird umgesetzt. Im Rahmen der laufenden Sanierung des Innenausbaus sind Teppiche, Beleuchtung und Elektroanlagen zu ersetzen.

Rathaus, in Glarus; 100 000 Franken
2019 werden die Heizung und die HV Elektro umgebaut und Planungsarbeiten für die Sanierung des Landratsaals ausgelöst.

Alte Stadtschule, Hauptstrasse 60 in Glarus; 150 000 Franken
Es sind der Lift und eine Lüftungsanlage zu ersetzen.

Haus 3, Asylstrasse 3 in Glarus; 200 000 Franken
Durch einen Umbau auf der Westseite des Untergeschosses werden zwei zusätzliche Büros eingebaut. Dabei ist die Umgebung leicht abzusenken. Die Öffnungen sind zu vergrössern. Dadurch können gut belichtete, hochwertige Arbeitsplätze gewonnen werden. Die Heizungssteuerung für das ganze Gebäude muss ersetzt werden.

Asylunterkunft, Rösslistrasse 40 in Näfels; 70 000 Franken
Das Dach und die Fassade des nördlichen, tiefer liegenden Teils werden saniert. Die Jahresrechnung wird dadurch nicht belastet. Der Betrag wird jeweils Ende Jahr über das Konto Asylwesen ausgeglichen.

Asylunterkunft, Landstrasse 4 in Glarus; 350 000 Franken
Die Umbauarbeiten wurden im August 2018 in Angriff genommen. Die Sanierung des Innenausbaus, inkl. des Ersatzes der ganzen Haustechnik, wird über den Winter 2018/2019 fortgeführt. Der nördliche, zweigeschossige Anbau wird abgebrochen und neu aufgebaut. Das Dachgeschoss wird vollständig ausgebaut, die Lukarnen werden ersetzt, das Dach wird mit einer Wärmedämmung versehen. Die Jahresrechnung wird dadurch nicht belastet. Der Betrag wird jeweils Ende Jahr über das Konto Asylwesen ausgeglichen.

Zeughaus, Landstrasse 38 in Glarus; 600 000 Franken
2019 werden die Erneuerung der Kanalisationsleitungen ausserhalb der Gebäude und die Sanierung der Beläge für 300 000 Franken umgesetzt. Weitere 300 000 Franken werden benötigt für den Bau von 25 bis 30 Parkplätzen bei der Einfahrt zum Zeughaus.

Sanierung Reitbahn, Reitbahnstrasse 24 in Glarus; 100 000 Franken
In enger Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei wird die Sanierung der Kantonalen Notrufzentrale am neuen Standort im Obergeschoss der Reitbahn geplant. Es sind umfangreiche Überlegungen zur Haustechnik in Abstimmung mit der Technik der Zentrale erforderlich. 

Strassenverkehrsamt, Mühlestrasse 17 in Schwanden; 120 000 Franken
Die Tore der Prüfhalle müssen nach gut 20 Jahren saniert werden. Im Winter gibt es durch die jetzigen Tore grosse Wärmeverluste und Zugserscheinungen. Ebenfalls muss die Beleuchtung ersetzt werden. Dabei wird neu eine LED-Beleuchtung in die vorhandenen Leuchten eingebaut.