Meisterschaftsspiel von Strafen geprägt

Das vierte Meisterschaftsspiel der GEC-Novizen stand schon vor dem Anpfiff unter einem schlechten Stern: Vier verletzte Spieler sowie einige Ferienabwesenheiten – mit einem Schrumpfteam musste man gegen den Tabellenführer EHC Schaffhausen antreten. Das Spiel war geprägt von vielen Strafen und Unkonzentriertheit der Glarner Mannschaft. Gegen Schluss entglitt den Glarnern das Spiel völlig und sie mussten gegen den EHC Schaffhausen klar mit 10:2 als Verlierer vom Eis.



Am vergangenen Samstagnachmittag traten die Glarner Novizen im vierten Meisterschaftsspiel in der IWC Arena in Schaffhausen gegen den EHC Schaffhausen an. Die Glarner erwischten einen schlechten Start, wurden sie doch vom Tempo des Gegners überfahren und bereits in der ersten Minute hiess es 1:0 für den Gastgeber. Leider gings in diesem Stil weiter, wenig passte bei den Glarnern zusammen. Mehrheitlich waren sie mit Abwehrarbeit beschäftigt, vors gegnerische Tor kamen sie sehr selten. Gegen Mitte des ersten Drittels wurde das Spiel ruppiger und einige Strafen mussten ausgesprochen werden. Bis zum Ende des Startdrittels führte der EHC Schaffhausen bereits mit 3:0.

Zu Beginn des Mitteldrittels waren die Strafbänke beider Teams gut besetzt. Bei den Glarnern sassen drei, beim Gegner zwei Spieler auf der Bank. Die Schelte in der Pause des Glarner Trainers Orlando Ragnolini hat die Glarner Spieler wachgerüttelt und sie konnten endlich mal gefährlich vors gegnerische Tor gelangen. Einige schöne Spielzüge wurden gezeigt, leider aber ohne Torerfolg. Der Spielanteil der Glarner wurde deutlich verbessert. Die Freude kam ins Team zurück. Einen Dämpfer erhielt das Team, als der Gegner auf 4:0 erhöhte. Die Glarner reagierten aber prompt und nur knapp 30 Sekunden später kam endlich der ersehnte Glarner Treffer durch Lukas Landolt auf Pass von Tim Büttiker zum 4:1. Das Spiel wurde ausgeglichener und die Glarner witterten einen weiteren Torerfolg. In doppelter Überzahl kamen sie zu Chancen, leider aber zu keinem weiteren Tor. Das Spiel wurde wieder hässiger und nach einem weiteren Faustkampf wurden bei beiden Teams wieder Spieler auf die Strafbank geschickt.

Im Schlussdrittel war die Zielvorgabe des Trainers klar – keine Tore mehr kassieren und den Anschlusstreffer erzielen! Doch schon kurz nach dem Wiederanpfiff wurde dieses Unterfangen jäh gestoppt. Der Gegner erhöhte auf 6:1. Erst in der 49. Minute kam kurz ein Jubeln bei den Glarner auf. Luca Ragnolini kam von der Strafbank und lief sofort aufs gegnerische Tor los. Nach einem Abpraller von Lukas Landolt beim gegnerischen Torhüter profitierte Luca Ragnolini davon und konnte mittels eigenem Schlittschuh die Scheibe glücklich ins Tor ablenken. Der zweite Treffer für die Glarner wurde Tatsache. Doch wie schon so oft, kam anschliessend gleich wieder eine Ohrfeige des Gegners. Der EHC Schaffhausen erhöhte auf 7:2Artikel. Die Luft bei den Glarnern war definitiv draussen, ein weiterer Glarner Spieler musste auf der Strafbank Platz nehmen. Die Konzentriertheit liess nach und nur noch mit neun Feldspielern war es unmöglich, den Rückstand aufzuholen. Es kam noch schlimmer: In den letzten drei Minuten schoss der EHC Schaffhausen drei weitere Tore zum Schlussstand von 10:2.

Dieses Spiel müssen die Glarner nun schnell vergessen und vorwärtsschauen. Diese Woche stehen die ersten Eistrainings auf dem heimischen Eisfeld auf dem Programm. Das Trainerduo Patrick Faoro und Orlando Ragnolini hat einige Arbeit vor sich, um das Team optimal auf das erste Heimspiel vorzubereiten. Kein einfacher Gegner wartet auf die Glarner: Der Tabellenzweite SC Weinfelden wird am kommenden Samstagabend im Buchholz zu Gast sein. Die Novizen freuen sich auf lautstarke Unterstützung des Publikums!