Mir Glarner sind halt scho «Siebesiechä»

Die Berufsmaturitätsschule Ziegelbrücke lud traditionsgemäss kürzlich Lehrmeister und Eltern, die Lernenden, Freunde und Bekannte zur Besichtigung der interdisziplinären Projektarbeiten, kurz IPA, in die Mensa der Berufsschule Ziegelbrücke ein. Markus Hagmann (Leiter BM) und Patrick Ragazzi, beide Berufsschul-Fachlehrer, hiessen die zahlreich anwesenden Interessierten – die Eltern der Lehrlinge waren logischerweise in Überzahl – herzlich willkommen.



Mir sind halt scho «Siebäsiechä»!

Wir Glarner sind halt schon «Siebäsiechä»! Zumindest können das alle Teilnehmer der diesjährigen IDPA-Projektgruppe definitiv für sich in Anspruch nehmen. Wie schon im Vorjahr konnten sich auch in diesem Jahr Projektgruppen der Berufsschule Ziegelbrücke äusserst positiv in Szene setzen und ihre Arbeiten verdienten jederzeit die Teilnahme am gesamtschweizerischen Projekt «Schweizer Jugend forscht». Falls ein Projekt Potenzial hat, von «Schweizer Jugend forscht» als Projekt akzeptiert zu werden, schlägt Patrick Ragazzi den jeweiligen Projekt-Teams eine Anmeldung bei SJF vor. Den einzelnen Teams, welche von Patrick Ragazzi zur Anmeldung vorgeschlagen wurden, steht es aber frei, ob sie sich für das SJF-Projekt anmelden wollen oder nicht. Eine Teilnahme am eigentlichen Final ist nämlich äusserst arbeits- und zeitaufwendig. Zudem entscheidet die Projektorganisation von SJF schlussendlich selber, ob sie ein Projekt zulassen wollen oder nicht. In den letzten zwei Jahren wurden zwei Projekte der Berufsmaturitätsschule Ziegelbrücke in die Endausmarchung zugelassen. Die Hürde für die Zulassung an diesem erfolgsträchtigen Projekt ist bekanntlich sehr hoch und allein schon die Zulassung ist Ausdruck für das Projekt-Niveau, welches die Lernenden an der relativ kleinen Berufsschule in Ziegelbrücke immer wieder erreichen. Ob sich dieses Jahr ein Projekt für SJF aufdrängt und eine Anmeldung erfolgt, wird sich in den nächsten Wochen entscheiden.

Erfolgreiche Lehrlinge auf dem Weg zur Berufsmatura

Die interdisziplinäre Projektarbeit, kurz IDPA, ist ein Bestandteil des Lehrplans für Berufsmatura-Lernende und dazu eine notwendige Bedingung für das Bestehen der Berufsmaturitätsprüfung. Die Lernenden der dritten Klasse der Berufsmaturitätsschule absolvierten im Sommer-Semester ihre Projektarbeit mit sichtlichem Erfolg. Da präsentierten beispielsweise Jonas Schärer, Sylvan Mächler, Ives Rickli, David Huber, Fabian Diethelm und Nicola Huber unter dem Thema «Auto-Fussball 1 und Auto-Fussball 2» ein Fussballspiel mit je einem weitgehend selbstgebauten Modellauto. Bei dieser Gelegenheit möchte das aufgestellte Tüftler-Sextett explizit darauf hinweisen, dass ihre Modelle nicht gekauft wurden! Moritz Schiesser und Simon Noser präsentierten mit ihrem Thema «Boombox» ein weitgehend selbst hergestelltes, portables Lautsprechersystem. André Blöchlinger und Lukas Düring erheischten die volle Aufmerksamkeit bei den Besuchern mit ihrem Elektro-Dreirad. Dabei handelt es sich um den Umbau eines benzinbetriebenen Dreirads in ein Elektrorad. Aufschlussreich gab Tim Landolt Auskunft zu seinem Thema «Forstbewirtschaftung», Daniel Bühlmann und Mike Smaadahl präsentierten den Eigenbau eines Holzkatapults, Manuel Zimmermann den Eigenbau einer bedachten Holz- und Willkommenstafel. Hochinteressant auch die Präsentation von Kein Pfyl, Loris Müller und Luca Cecio mit ihrem Thema «Hot Tub», einem Eigenbau eines «abgespeckten» Whirlpools. Ganz toll der Kalträucherschrank der hübschen Nicole Zürn. Dieser mehrheitlich in Holz gebauter Schrank hat durchaus das Potenzial, in Fachkreisen für Furore zu sorgen. Eine ganz tolle Idee hatten Andreas Hermann und Fabian Probst. Mit ihrem Thema «Mobile Sanitäreinrichtung». Dieses Projekt dürfte bei Umbauten von WC-Anlagen zum Einsatz kommen und hat ebenfalls das Potenzial, gross herauszukommen. Mathias Furter als Computer-Spezialist zeigte sein selbst programmiertes, hochspannendes PC-Spiel, Lea Menet ihr Kompakt-Seilbahnmodell und last but not least Nicole Grob ihr Projekt «Trisomie21». Bei diesem Thema geht es um das Down-Syndrom. Sie alle haben Grossartiges geleistet und verdienen die Aufnahme im Projekt «Schweizer Jugend forscht». Wir wünschen den Projektgruppen jetzt schon ein Dreifaches toi, toi, toi!