Mission erfolgreich

Am Mittwoch, 8. Dezember, führten die drei Thomasse die Medien durch die sanierte und erweiterte lintharena in Näfels. Zwar müssen sowohl das Eröffnungsfest am 14. Dezember wie der Tag der offenen Tür am 18. Dezember wegen der Coronagefahr abgesagt werden, dafür werden Bad und Sportanlagen pünktlich am Samstag, 18. Dezember, eröffnet.



Thomas Lehmann, dipl. Arch ETH, vor der Auslaufzone der neuen Wasserrutsche. (Foto: FJ)
Thomas Lehmann, dipl. Arch ETH, vor der Auslaufzone der neuen Wasserrutsche. (Foto: FJ)

«Die lintharena wird über die gesamten Feiertage offen sein», sagte Oliver Galliker. Damit können alle, die möchten, dort hingehen, schwimmen, Essen und Trinken geniessen, Sport treiben oder Wellness machen, ganz wie’s beliebt. Die drei Thomasse, das sind Thomas Kistler, Gemeindepräsident Glarus Nord, Thomas Spengler, Bauherrenberater und Verwaltungsratspräsident der lintharena ag, sowie Thomas Lehmann, dipl. Architekt ETH, beantworteten alle Fragen der Journalist/-innen. Sie konnten nicht nur in den höchsten Tönen von der «neuen» lintharena schwärmen, sie erklärten bis ins Detail, wo die Herausforderungen lagen und wie gebaut wurde.

Fundament bis Dach

Die Änderungen begannen tief unten im Fundament, wo die defekte Abwasserleitung unter dem Bau ersetzt werden musste, sie gehen über die Stromversorgung – eine Trafostation fürs Quartier liegt Wand an Wand mit der Liegenschaft – bis hinauf zum Dach und zur Tragkonstruktion, welche für Erdbeben und Schneelast ertüchtigt werden musste. Besonders aufwändig war die Sanierung der Haustechnik und der Wasseraufbereitung, die Schwimmbecken wurden alle erneuert. Da für die Lüftung in den Decken und im Erdgeschoss (einen Keller gibt es nicht) kein Platz war, ist diese nun auf dem Dach installiert.

Ab ins Nass

Wer jetzt durchs Drehkreuz tritt, betritt die Unisex-Wechselkabinen mit den rund 380 Kleiderkästchen. Ein ganzer Flur mit Haarfön-Anlagen sorgt dafür, dass die Klassen beim schnellen Wechsel auch mit trockenen Haaren in die nächste Stunde kommen. Keramikplättli in dezenten Grautönen führen hinauf in die Schwimmhalle. Dort gibt es neu ein Nichtschimmerbecken mit absenkbarem Boden – ideal fürs Schulschwimmen mit noch ungeübten Kindern. Davon abgetrennt neu ein Wasser-Spielbereich für die ganz Kleinen mit Pumpe zum Spielen. Sommer wie Winter geht es über einen Windfang ins Aussenbecken mit 36° warmem Wasser, sodass auch die Altersgruppe Senior sich wohlfühlt. Darüber ist der Wellnessbereich mit zwei Ruheräumen völlig neu gestaltet, Sauna, verschiedene Duschen und auf dem Dach ein Aussenruhebereich – jetzt bekommen die Eltern die Wellness, die sie verdienen. Kinder und Junggebliebene werden sich an der Rutsche erfreuen, die man mit verschiedenen Bildwelten auf Knopfdruck bespielen kann, Dschungelambiente oder Weltall, rutschen macht in Zukunft Spass. Ein zentraler Punkt ist auch die Sicherheit: An allen Ecken befinden sich SOS-Knöpfe. Besteht Gefahr und werden sie von Eltern oder anderen Personen gedrückt, ist der Bademeister in 30 Sekunden vor Ort und kann die Rettung einleiten. Auch die Kassenperson ist dann sofort mit dem Defibrillator zur Stelle. Nach wie vor werden wieder 2500 Kinder täglich in der lintharena schwimmen lernen, neu aber ist sie auch für Eltern, Familien, für Kleinkinder und Senioren attraktiv, ja sogar Touristen werden hier an einem schlechten Tag Feriengefühl geniessen. Auch die Hotelzimmer, die Dreifachturnhalle, der Eingangsbereich, die Türanlage und die Garderoben sind neu, sodass sich der Besuch fast anfühlt, als sei man in einem neu erstellten Sportzentrum.