Mit der «Extrameile» zum Erfolg

Zu einer Ausbildung gehört heute bei vielen Lernenden eine umfangreiche Abschlussarbeit. An der Gewerblich-Industriellen Berufsschule des Kantons Glarus wurden am vergangenen Donnerstag in Ziegelbrücke die besten Vertiefungsarbeiten und interdisziplinären Projektarbeiten ausgezeichnet. Neben der Anerkennung gab es für die besten Arbeiten auch einen Geldpreis.



Mit der «Extrameile» zum Erfolg

Ob Vertiefungsarbeit (VA) oder Interdisziplinäre Projektarbeit (IDPA): Die Lernenden investieren dafür nicht nur Unterrichtszeit, sondern oft auch zahlreiche Stunden in ihrer Freizeit. Für die VA stehen 24 Unterrichtslektionen zur Verfügung. Zusätzlich wird nochmals ungefähr der gleiche Aufwand ausserhalb des Unterrichts erwartet. Bei der IDPA wird mit rund 40 Lektionen gerechnet.

Dass der tatsächliche Aufwand oftmals deutlich höher liegt, zeigte sich auch an den präsentierten Arbeiten. «Die Ergebnisse, die Sie hier sehen, haben aber sicher viel mehr freie Zeit benötigt», sagte Matthias Amiet, Leiter Berufsmatura und ABU, am vergangenen Donnerstag in der Mensa der Berufsschule Ziegelbrücke. Gerade der persönliche Bezug zu den gewählten Themen motiviere die Lernenden jedoch, diesen zusätzlichen Aufwand auf sich zu nehmen.

Diese besondere Einsatzbereitschaft, die Amiet als «Extrameile» bezeichnete, wird von der Schule entsprechend gewürdigt. Die sechs besten Vertiefungsarbeiten und die drei besten interdisziplinären Projektarbeiten erhielten zusätzlich zur Anerkennung einen Geldpreis.

Die Auswahl der besten Arbeiten war dabei keine einfache Aufgabe. Denn die eingereichten Projekte beschäftigten sich mit ganz unterschiedlichen Themen und Fachbereichen. «Da in sehr unterschiedlichen Bereichen gearbeitet wurde, ist der Vergleich teilweise sehr schwierig», erklärte Amiet. In diesem Jahr spannte sich die Bandbreite der Themen über Hot Tubes und Brotbackofen bis hin zur Entwicklung der Sicherheit in der Formel 1 oder der Entwicklung eines eigenen Brettspiels. Aus diesem Grund habe man sich in diesem Jahr zum ersten Mal dazu entschieden, Arbeiten zu premieren, die in einem oder sogar mehreren Bereichen herausragend waren. Umso grösser ist die Leistung der ausgezeichneten Lernenden einzuschätzen, die mit ihren Arbeiten besonders überzeugen konnten.