Bereits seit 27 Jahren wechseln die Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen der Kantonsschule Glarus für eine Woche die Schulbank mit den Chefsesseln eines Unternehmens. Als Geschäftsleitung eines Uhrenherstellers mussten sie sich in mehreren Geschäftsjahren mit Faktoren wie Produktionskosten, Lager oder Mindestlöhnen beschäftigen, um möglichst gute Ergebnisse und eine gute Entwicklung für das Unternehmen zu erzielen. Neben dem Planspiel von der Schmidheini-Stiftung gehörte die Gestaltung eines Werbespots seit vielen Jahren fest zur Wirtschaftswoche dazu. In diesem Jahr gesellte sich eine zweite kreative Aufgabe dazu.
Präsenz im Internet
Findige Leserinnen und Leser dürften es bereits im Verlauf der Woche gemerkt haben. Nicht die Uhrenindustrie ist uns die Türen eingelaufen. In diesem Jahr gestalteten die einzelnen Unternehmungen zusätzlich ein Inserat auf der onlineZeitung fürs Glarnerland und einen kleinen Internetauftritt. Wie in der WiWo üblich, waren die Jugendlichen auch bei dieser Aufgabe mit viel Engagement und Kreativität am Werk. Ein Aspekt, den auch die Fachlehrer, Vertreter aus der realen regionalen Wirtschaft, immer wieder feststellen und betonen.
Von CEO zu CEO
Ein weiterer Aspekt der von der Glarner Handelskammer organisierten Sonderwoche ist auch immer eine Visite bei einem Glarner Unternehmen. In diesem Jahr ging es zum – laut Studie – besten Arbeitgeber der Schweiz, zur Electrolux nach Schwanden. Während der Grossteil der Schülerinnen und Schüler das moderne Werk besichtigten, kamen die fiktiven CEOs, CFOs und CTOs in einen ganz besonderen Genuss. Sie konnten Lars Zimmermann, dem realen CEO der Electrolux Schwanden, Fragen stellen. Ganz pfiffig wurde er dabei als erstes gefragt, wie er die Jahresplanung analog des Planspiels angehe. Aufgrund von Erfahrungen und Marktanalysen erstelle er jeweils drei Prognosen (sehr gut, normal, schwierig). «Das gibt mir eine gewisse Flexibilität.» Ein Faktor, der auch bei der Reduktion des Lagers – in der WiWo immer ein grosses Thema – entscheidend ist. Dank der kompetenten Aussagen und Erklärungen, konnten die Jugendlichen anschliessend die weiteren Geschäftsjahre planen, bis am Freitag nur noch die Generalversammlung und die Prämierung der Werbespots auf dem Programm standen.
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