Mit einem gefüllten Schulrucksack öffnen sich nun zahlreiche Türen

In der vollbesetzten Aula der Kantonsschule feierten die KV- und Detailhandels-Lernenden die erfolgreich bestandene Lehrabschluss-Prüfung und auch sich selbst. Von 93 Angetretenen haben alle das Qualitätsverfahren bestanden. Eine Quote, wie sie in der Kaufmännischen Berufsschule Glarus noch nie vorgekommen ist.



Die Notenbesten DHF mit 5,3 und höher (Bilder: willi baumgartner)
Die Notenbesten DHF mit 5,3 und höher (Bilder: willi baumgartner)

«Ihr seid die Antwort auf den Fachkräftemangel», betonte Rektorin Regula Tanner in ihren Begrüssungsworten. «Für das habt ihr 2, 3, 4 oder 5 Jahre investiert, habt Fachwissen eingetrichtert erhalten, Sport betrieben, Sprachen gebüffelt, neue Situationen erlebt, mit andern Menschen zusammen gearbeitet. Dieses Wissen gilt es nun, als aktives Mitglied der Gesellschaft, in der Politik, in Vereinen oder auch bei Familiengründung einfliessen zu lassen.»
Ins gleiche Horn blies auch Regierungsrat Kaspar Becker, Vorsteher Departement Bildung und Kultur, welcher seinen Abschluss im 1988 absolvierte. «Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein.» Darum gilt es, die gestiegenen Anforderungen anzupacken und gleichzeitig auch die Gewissheit und das Privileg zu haben, sich in der Schweiz weiter zu entwickeln, weiter lernen zu können.
Als Prüfungsleiterin Claudia Büsser dann zum Mikrofon griff und den Ablauf bekannt gab, stieg nicht nur bei den Lernenden der Puls, sondern auch bei Freunden und Familien.
Dank etlichen grosszügigen Sponsoren konnten sich acht Jugendliche im Detailhandel über spezielle Geschenke und Auszeichnungen freuen, da sie sich mit einer Gesamtnote von 5,3 und höher an der Spitze rangiert haben. Zusätzlich wurden die zwei besten Berufsmatura-Abschlüsse mit einem Reisegutschein (Glarner Kantonalbank) und einer grossen Schachtel Praliné (Confiseur Läderach) geehrt.
Apéro riche und musikalische Unterhaltung mit «The Yesweekenders» führten dann nahtlos zur grossen Feier über.

Prominente Motivation per Videoschaltung

Die momentan noch in Norwegen unter Vertrag stehende Fussballerin Ardita Iseni konnte leider verletzungshalber nicht persönlich an der Feier teilnehmen. In sympathischen Worten schilderte sie den Anwesenden ihren privaten wie sportlichen Werdegang, welchen sie im zarten Alter von 8 Jahren startete und via FC Linth04 und den Juniorinnen-Auswahlen des OFV zum FC. St. Gallen führte. Auch sie hatte 2020 ihren Abschluss an der kbs Glarus erfolgreich abgeschlossen und dann auf die Karte Fussball gesetzt. 2023 kam dann die Anfrage aus Tromsö und sie unterschrieb einen Profivertrag. Jetzt wechselt sie aber wieder zurück nach St. Gallen, weil das «nur Profi sein» ihr nicht so behagt und sie lieber nebenbei noch etwas arbeitet. Sie ruft allen Lehrabgängern zu, jetzt das zu machen, worauf sie Lust haben, sei es in einer Weiterbildung oder auch einer Auszeit mit einer Reise.