Mit F/A-18-Kampfflugzeugen eine ausserordentliche Lage getestet

In den Genuss einer spektakulären Air-Show kamen zahlreiche Freunde der Militäraviatik, Fotografen und Schaulustige am vergangenen Montag auf dem Flugplatz in Mollis. Kurz nach der Mittagspause donnerten vier F/A-18-Kampfflugzeuge und später noch zwei Northrop F-5E Tiger II über den Luftraum im Glarnerland. Anlass war eine Dezentralisationsübung des Flpl Kdo Meiringen, welches supponiert wegen einer ausserordentlichen Lage ihre Kampfflugzeuge und einen Teil des Bodenpersonals auf den Privatflugplatz nach Mollis dezentralisierte.



Es war nicht eine Probe für ein nächstes «Zigermeet». Es war auch nicht eine Werbeshow für die am nächsten Wochenende stattfindenden Eidgenössischen Abstimmungen, wo es ja unter anderem auch um die Anschaffung neuen Kampfflugzeugen für die Schweizer Armee geht. Nein, es war eine vom Flugplatzkommando Meirigen angesetzte Dezentralisationsübung, bei der eine ausserordentliche Lage simuliert wurde, in der die auf dem Militärflugplatz in Meiringen BE stationierte Militärflugzeuge nicht mehr zu ihrer Heimbasis zurückkehren konnten.

Einstiger Militärflugplatz Mollis als Alternative

Bekanntlich ist der ehemalige Militärflugplatz Mollis in privatem Besitz. Trotzdem könnte er bei einer ausserordentlichen Lage für militärische Zwecke benutzt werden. Die ganze Übung fand in Absprache mit der Gemeinde Glarus Nord und dem Flugplatzhalter statt. Bei der Dezentralisationsübung ging es darum, die Fähigkeit zu erlangen, die F/A-18 möglichst rasch auf einem über keine moderne Infrastruktur verfügendes Areal wieder einsatzbereit zu machen. Die Übung wurde durch die Miliz geplant und geführt. Die vier Kampfflugzeuge starteten und landeten je einmal. Dazu überflogen 2 Kampfjets vom Typ Northrop F-5E Tiger II zum Überwachen des Luftraums. Im Einsatz standen zusätzlich Teile des Bodenpersonals in Meiringen, unter anderem auch ein Einsatztrupp der Flugplatzfeuer, Mechaniker und Sicherheitsleute. Am späteren Nachmittag flogen die vier Kampfjet wieder zurück in ihre Basis in Meiringen.