Mit Glanzleistung auf den dritten Gesamtrang

Mit dem zweiten Rang beim Swisspower Cup Finale in Bern sicherte sich Larissa Zimmermann den dritten Gesamtrang in ihrer Kategorie U15. Aimée Laurent wurde nach schwerem Sturz bei den U17 Fünfte.



Nach zweiten Rang im Finalerennen verdiente Gesamtdritte beim Swisspower Cup: Larissa Zimmermann (rechts). (Bild: zvg)
Nach zweiten Rang im Finalerennen verdiente Gesamtdritte beim Swisspower Cup: Larissa Zimmermann (rechts). (Bild: zvg)

Spannender hätte die Ausgangslage um den dritten Podiumsplatz bei den Mädchen der Kategorie U15 beim national wichtigsten Bikecup – dem Swisspower Cup – nicht sein können. Larissa Zimmermann vom RBT Glarnerland Oel-Hauser lag mit Julia Vontobel punktegleich vor dem Finalrennen auf dem Berner Hausberg Gurten an dritter Stelle.

Eigene Stärke ebnet Zimmermann den Weg zum dritten Rang

Wollte die Sportschülerin den dritten Gesamtrang erringen, musste sie vor Vontobel die Ziellinie überqueren. Vontobel ist als Langsamstarterin bekannt – Zimmermann hingegen kann wie die Feuerwehr loslegen. Diese Trumpfkarte sollte gespielt werden: so schnell wie möglich loslegen und Vontobel von Beginn weg in die Devise drängen. Larissa setzte die Empfehlung ihres Trainers ausgezeichnet um und etablierte sich sofort an zweiter Position hinter der überlegenen Gesamtsiegerin Andrea Waldis aus Morschach. Während Larissa über sich hinauswuchs und ungefährdet ihr bestes Saisonrennen mit einem glänzenden zweiten Rang erreichte, baute ihre direkte Gegnerin Vontobel immer mehr ab und hatte in diesem Finale nie eine Chance gegen Larissa!

Schwerer Sturz von Aimée Laurent

Die Glanzleistung von Larissa Zimmermann motivierte die nachfolgend in der Kategorie U17 startende RBT Glarnerland Oel-Hauser Fahrerin Aimée Laurent zusätzlich. Sie spürte, dass ein Podestrang trotz Schweizer Spitzenfahrerinnen und starker ausländischer Konkurrenz möglich schien. Im Anstieg flog Aimée förmlich allen ihren Gegnerinnen vorbei, komplettierte das sich bereits abgesetzte Spitzentrio zu einen Quartett und lag nach der ersten Zielpassage an dritter Stelle. Doch dann passierte es: in einer steilen und mit vielen Wurzeln durchsetzten Abfahrt flog Laurent in voller Fahrt auf die Wurzeln und das Bike nachfolgend auf ihren Rücken. Benommen blieb sie liegen und wurde von ihrem Trainer betreut. Laurent nahm trotz Schmerzen am ganzen Körper das Rennen wieder auf. Zu allem Übel wurde beim Sturz auch die hintere Scheibenbremse leicht verbogen – das Hinterrad drehte nur noch mit grösserem Widerstand. Trotzdem gelang es ihr, von Position sieben nochmals bis auf ganz wenige Sekunden auf den dritten Rang vorzukämpfen. Das schleifende Hinterrad absorbierte aber dermassen viel Energie, dass auf der Schlussrunde die Kraft ausging und sie auf den letzten paar hundert Metern auf den fünften Rang verwiesen wurde. Im Gesamtklassement wurde sie Sechste und Drittbeste ihres Jahrganges.