Mit Gottes Segen auf die Rennstrecke

Die Rennautos am Kerenzerbergrennen werden vor ihrem Start gesegnet.




Das Wort «segnen» kommt vom lateinischen «benedicere» und bedeutet «Gutes zusprechen», das heisst, jemanden etwas Gutes wünschen, Gott um etwas Gutes für jemanden bitten.

Beim Segnen richten wir uns ganz bewusst auf Gottes stärkende und begleitende Kraft aus. Segnungen gehören zu den ältesten Traditionen der Christenheit, sogar aller Religionen der Welt. Sie machen Mut, schenken Kraft, richten auf.

Menschen, Tiere, Handys, bis ins 19. Jahrhundert sogar Waffen, Speisen, Kerzen, Kräuter und Blumen, Flugzeuge, Schiffe usw. werden gesegnet.

Auch in der Formel 1 hat ein Hindu-Priester Autos und Piloten gesegnet. Und sogar Papst Franziskus hat im April dieses Jahres einen Elektro-Rennwagen vor dem Formel E-Rennen in Rom gesegnet.

Aber die Segnung mit Weihwasser vergoldet weder die Fahrzeuge noch pflegt es sie besser. Die Segnung betrifft nicht die Fahrzeuge, die sind tote Materie. Sie betrifft die Fahrer und deren Fahrstil. Dass man dennoch Autos segne, zeigt, wie wichtig die Fahrzeuge für unsere Existenz geworden sind.

Verhalten hat sich geändert

Dass die Gottesdienste mit sinkenden Besucherzahlen zu kämpfen haben, ist ein offenes Geheimnis. Grund genug, dass die Kirche halt vermehrt zu den Leuten geht und auch auf andere Traditionen setzt.

OK-Präsident Peter Rufibach traf bei den beiden Landeskirchen mit seiner Anfrage auf „offene“ Türen, so dass der katholische Dekan Harald Eichhorn am Freitagabend, ca. 19.00 Uhr, nach dem Fahrer-Briefing auf dem Areal der Netstal Maschinen AG, die Fahrzeuge segnen wird.

Am Sonntag, 3. Juni, 09.00 Uhr, werden Pfarrerin Annemarie Pfiffner und Dekan Harald Eichhorn im Fahrerlagerzelt (Areal Netstal Maschinen AG) einen oekumenischen Gottesdienst feiern und damit zeigen, dass sowohl Sport als auch Religion wunderbar unter einen Hut gebracht werden können. Musikalisch umrahmt von Susanne Brenner Schweiwiller, E-Piano und Simon Schweiwiller, Alphorn und Horn.