Mit kleinen Schritten in das Thema eintauchen

Die Digitalisierung breitet sich immer weiter aus. Auch KMU’s werden sich den Veränderungen nicht verwehren können, betonten die Referenten am Innovationsapéro zum Thema «Industrie 4.0».




Die moderne Welt wird immer stärker von Computern und neuen Techniken geprägt. Klar spürt man dies am eigenen Mobilephone oder den neuen Möglichkeiten am Fernseher. Der Austausch von Daten und Informationen zwischen verschiedenen Geräten und Systemen wird hier aber nicht enden. Das Ganze kann dazu führen, dass der gesamten Industrie eine neue Revolution bevorsteht. Einem Prozess, dem sich auch die Glarner KMU’s stellen müssen, damit sie in der «Industrie 4.0» bestehen können. Zu diesem Thema lud die Wirtschaftsförderung zusammen mit der Glarner Handelskammer und dem Glarner Gewerbeverband zu einem Innovationsapéro mit zwei kompetenten Referenten ein. Jens Byland, Industrie 2025, erklärte zuerst, was es mit der aktuellen Veränderung auf sich hat. «In Ihrem Unternehmen arbeiten Sie sicher mit verschiedenen Programmen und Systemen. Nun geht es darum, diese sinnvoll zu verbinden.» Vereinfacht gehe es vor allem um drei Bereiche: Produkt, Produktion sowie Verkauf und Service. Alle Elemente können für sich alleine stehen, in der Industrie 4.0 sollten sie aber so gut wie möglich und automatisch miteinander agieren. «Wenn man ein Produkt verändert, hat dies auch Einfluss auf die Art, wie es produziert wird.» Dazu käme noch, dass der Kunde je länger je mehr, seine Produkte dort holen will, wo er sie am einfachsten beziehen kann, wie er sie will. Ein weiteres Thema, das hier dazukommt, sei auch das Internet of Things, wo technische Geräte untereinander kommunizieren und so gewisse Prozesse in Gang setzen können.

Dass es sich hier um ein grosses Themenfeld handelt, das anfänglich gerne einschüchternd wirkt, bestätigte auch Philip Hauri. Dies habe auch die Swissmem mit einigen Partnern erkannt und mit Quickstarter2025 eine grosse Hilfestellung aufgebaut. Sein grundsätzlicher Tipp ist: «Beginnen Sie zuerst mit einem kleinen Projekt in Ihrem Unternehmen.» Als Beispiel führte er ein Unternehmen an, welches zu Beginn nur ein einfaches, durchgehendes Bestellungssystem aufbauen wollte. Dies habe sich erweitert und beeinflusst nun zahlreiche weitere Bereiche des Unternehmens. Auch Byland bestätigte, dass man sich dem Thema «Industrie 4.0» nur in kleinen Schritten nähern sollte. Nur während des Prozesses könne man sehen, welche Möglichkeiten sich für das eigene Unternehmen auftun. Ausserdem müsse sich auch das grundlegende Denken verändern und sich den neuen Techniken öffnen.

*Jürg Huber ist Pressebeauftragter der Glarner Handelskammer.